AGRITECHNICA 2017:
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AGRITECHNICA 2017:
„Green Future – Smart Technologie“

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„Green Future – Smart Technologie“

Agritechnica 2017

Pflanzenbau der Zukunft noch effizienter, präziser und Ressourcen schonender – Digitalisierung ein zunehmend wichtiger Baustein im Produktionsprozess – Agritechnica 2017 geht mit 2.800 Ausstellern aus 53 Ländern an den Start

Mit einer hervorragenden Ausstellerbeteiligung ist das weltweit führende Zukunftsforum der Agrarbranche, die Agritechnica 2017, am 12. November 2017 gestartet. Wie Hauptgeschäftsführer Dr. Reinhard Grandke vom Veranstalter DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) vor der internationalen Presse erklärte, ist das Messegelände in Hannover bis einschließlich Samstag, dem 18. November 2017, Treffpunkt der globalen Landtechnik und der Landwirtschaft. „Mit 2.800 Ausstellern aus 53 Ländern können wir wiederum ein hervorragendes Anmeldeergebnis verzeichnen“, so der DLG-Hauptgeschäftsführer. „Das Messegelände ist ausgebucht.“ Damit unterstreicht die Agritechnica ihre führende Stellung als die internationale Leitmesse für Landtechnik und Landwirtschaft.
 

Internationalität nimmt weiter zu
Die Agritechnica ist internationaler denn je. Nahezu 1.700 (60 Prozent) Aussteller kommen aus dem Ausland. Dies entspricht einem neuen Höchststand. Die meisten Auslandsunternehmen rekrutieren sich aus Italien (372 Unternehmen), China (117), den Niederlanden (112), der Türkei (108), aus Frankreich (107), Österreich (73), Polen (69), Großbritannien (58), Kanada (57), Spanien (55), Dänemark (52) und aus den USA (49). Zudem haben 13 Länder Gemeinschaftsbeteiligungen angemeldet, darunter erstmals aus Dänemark und Irland.

In dem Anmeldeergebnis kommen die zunehmend globale Verflechtung der gesamten Agrarbranche sowie die wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft zum Ausdruck. Sie ist Zukunft und nimmt die Schlüsselrolle bei der Ernährung der zunehmenden Weltbevölkerung ein. Die DLG rechnet mit einem hohen Interesse und erwartet wiederum mehr als 400.000 Besucher, darunter rund 100.000 aus dem Ausland.

Das Leitmotiv der Agritechnica 2017 „Green Future – Smart Technology“ steht für eine nachhaltige Zukunft, in der ausreichend Lebensmittel für eine weiter wachsende Weltbevölkerung bei Erhalt der natürlichen Ressourcen bereitgestellt werden müssen. Und dies ist nur möglich mit dem Einsatz neuester Technologien. Effizienter und Ressourcen schonender produzieren, das sind die Herausforderungen für die Landwirte, und dafür leistet die Landtechnik einen wesentlichen Beitrag. Dabei müssen Fortschritte in der landwirtschaftlichen Produktion und den Produktionsmethoden sowie ihre gesellschaftliche Bewertung im Kern übereinstimmen. Für die Landwirtschaft und die Landtechnik besteht daher die große Herausforderung, sich mit der gesellschaftlichen Akzeptanz der modernen Landwirtschaft auseinanderzusetzen, akzeptierte Lösungen zu entwickeln und diese in die eigene Betriebsstrategie zu integrieren. Eine Chance für den Dialog mit der Gesellschaft sind auch die landtechnischen Innovationen, die in großem Maße zu einer Umwelt und Ressourcen schonenden und damit zu einer nachhaltigen Landbewirtschaftung beitragen.

Digitalisierung mit zunehmender Bedeutung
Der Trend zur weiteren Automatisierung von Prozessen, verbunden mit intelligenten Datenmanagement-Systemen zur Optimierung der Regelung und Steuerung von Maschinen, Logistik, Dokumentation, Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit, schreitet in der Landwirtschaft voran. Selbstlenkende Traktoren, automatische Ertragskartierung und Sensortechnologien unterstützen die Steuerung von Produktionsprozessen und erfassen Daten für Planung und Kontrolle. Die Landwirtschaft ist Innovationsführer in den Bereichen Steuertechnik, Datenanalyse und -verknüpfung. Landwirtschaft 4.0 ist damit auch ein Vorreiter für Industrie 4.0.

Wie Landwirte ihre Betriebe digitalisieren, zeigen die Ergebnisse von DLG-Agrifuture Insights, der neuen Wissensmarke der DLG. Hierzu wurden jeweils 150 Landwirte aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen, aus den Niederlanden und Russland befragt.

Wie die Befragungsergebnisse zeigen, sind Apps wichtige Instrumente der Landwirte in Betriebsführung und Produktion. Die Betriebsleiter nutzen sowohl Einzelanwendungen, zum Beispiel Unkräuterbestimmung und Empfehlungen für den Pflanzenbau, als auch als mobile Anwendung von im Betrieb genutzter Software.

Farm Managementsysteme als „Integratoren“ verschiedener Anwendungen nutzen insbesondere die Betriebsleiter in Russland, Frankreich und den Niederlanden. Deutlich weniger werden die Systeme von den in Deutschland, Polen und Großbritannien befragten Betriebsleitern genutzt.

Vorherrschend ist auf dem Betriebsrechner installierte Software. Cloud Software ist bisher weniger weit verbreitet. Es ist allerdings zu erwarten, dass die Landwirte zunehmend Cloud Software nutzen, sofern Dateninfrastruktur und Datensicherheit dies zulassen. Denn die Landwirte wollen mit ihrer betrieblichen Digitalisierung Entscheidungen und in Big Data- Anwendungen einsteigen. Voraussetzung für die Verarbeitung der großen Datenmengen ist Cloud Computing.

Auch an der digitalen Steuerung von Anbaugeräten haben die Landwirte Interesse.

Ausblick Digitalisierung
Landwirte sehen die Digitalisierung als zunehmend wichtiger werdenden Baustein für die Optimierung der Produktionsprozesse. Big Data-Anwendungen und die Steuerung von Anbaugeräten sind Ansätze, um detaillierte Analysen der Produktion durchzuführen und effizienter zu produzieren.

Risiken werden insbesondere in den Regelungen zum Datenschutz gesehen. Zudem besteht aktuell Unsicherheit über den ökonomischen Nutzen.

Für eine breitere Anwendung von Digitalisierungs-Lösungen ist Transparenz bei der Nutzung der Betriebsdaten notwendig. Die Freigabe der Datennutzung für verschiedene Anwendungen durch den Betriebsleiter sorgt für Transparenz und stärkt die Akzeptanz der Digitalisierung.

Zentraler Baustein der Digitalisierung in der Landwirtschaft sind auch Services. Denn entscheidende Voraussetzung für die wirksame Nutzung von zum Beispiel Big Data-Anwendungen sind individuell auf den Betrieb zugeschnittene Analysen. Services unterstützen Betriebsleiter, strukturierte und auf die betrieblichen Fragestellungen bezogene Auswertungen zu erstellen und für den Landwirt Nutzen bringende Ergebnisse zu generieren.

Landwirtschaft ist allerdings nicht gleich Industrie, wo die Produktion vollautomatisch in einer Fabrikhalle abläuft. Das liegt daran, dass in der industriellen Produktion in Gebäuden und Hallen an jedem Tag des Jahres dieselben Produktionsbedingungen herrschen. Die Landwirte hingegen arbeiten unter Freilandbedingungen mit einer großen Abhängigkeit vom Wetter. Wechselnde, sich gegenseitig beeinflussende und zufällige Variable prägen den landwirtschaftlichen Produktionsprozess. Deshalb wird auch in Zukunft der Landwirt mit seiner Erfahrung unverzichtbar sein. Er muss korrigierend eingreifen oder zwischen Varianten entscheiden, die eventuell ein digitales System ihm anbietet.

Differenzierte Entwicklung bei globalen Betriebsgrößen und beim Kapitaleinsatz
Global ist eine rückläufige Flächenausstattung der landwirtschaftlichen Betriebe zu beobachten. 94 Prozent der Betriebe weltweit sind mit einer Fläche von bis zu fünf Hektar ausgestattet. Diese Betriebe bewirtschaften jedoch nur neun Prozent der globalen Landwirtschaftsfläche. Jedoch bewirtschaften in den am wenigsten entwickelten Ländern die bis fünf Hektar großen Betriebe rund 75 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Der Strukturwandel in der weltweiten Landwirtschaft ist unterschiedlich stark ausgeprägt. In Ländern der Subsahara Afrika, im Mittleren Osten, in Nordafrika und Lateinamerika findet kaum Strukturwandel statt, die Betriebsstrukturen sind weitgehend stabil. Demgegenüber schreitet der Strukturwandel in den Industrieländern und auch in Südasien voran. Damit einher nimmt dort der Mechanisierungsgrad weiter zu. Insbesondere in den dynamisch wachsenden Volkswirtschaften Südasiens ist eine rasante Zunahme des Kapitaleinsatzes festzustellen.

Trotz der strukturellen Unterschiede sind alle Betriebe Bestandteil der weltweiten Ernährungssicherung. Sie benötigen Zugang zu Technologien, die die nachhaltige Produktivitätssteigerung ermöglicht. Auch der Zugang zu Betriebsmitteln, die angepasst an den Standort die Produktivität steigern, ist notwendig, um Fortschritte in der Ernährungssicherung zu erreichen. Schließlich sind Innovationen die Voraussetzungen dafür, die Betriebe in die Lage zu versetzen, die Nahrungsmittelerzeugung bei gleichzeitiger Schonung der natürlichen Ressourcen zu steigern. Statistiken der FAO weisen darauf hin, dass die Investitionen in die landwirtschaftlichen Betriebe, insbesondere in Subsahara Afrika, dem Mittleren Osten, Nordafrika und Lateinamerika zu niedrig sind, um nachhaltige Produktivitätssteigerungen zu erzielen.

Aktuelle Situation auf den Märkten
Die globale Getreideernte mit einer Rekordernte in der Schwarzmeerregion sorgt für einen Bestandsaufbau und damit für ein Umfeld, in dem größere Preisanstiege unwahrscheinlich sind. Dennoch besteht Hoffnung für steigende Preise für bessere, weltweit nachgefragte Qualitäten. Und auch der Bestandsabbau bei den Getreideexporteuren nährt die Hoffnung auf freundlichere Preisentwicklungen. Jedoch führt die Rekordernte in der Schwarzmeerregion zu einer starken Konkurrenz für Getreideexporte aus den EU-Ländern. Zudem verteuert der starke Euro die EU-Getreideexporte.

In der Milchviehhaltung werden gegenwärtig feste Preise erwartet. Gründe hierfür sind eine geringere Erzeugung in den Exportländern sowie eine anhaltend hohe Nachfrage, insbesondere nach Butter und Käse.

In der Schweinehaltung führt ein ausgeglichenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage zu aktuell festen Preisen. Darüber hinaus profitieren die Schweinehalter von niedrigen Futterkosten und einer günstigeren Preis-Kostenrelation. Weltweit wird ein steigendes Angebot für das Jahr 2018 erwartet. Mit einem Preisdruck durch steigende Erzeugung in China und wachsende Konkurrenz für europäische Exporte durch die USA ist zu rechnen.

Europäische Landwirte blicken optimistisch in die Zukunft
Die europäischen Landwirte blicken zuversichtlicher auf das Geschäftsumfeld. Das bis 2016 vorherrschende Stimmungstief ist überwunden. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung werden weit positiver beurteilt als noch im Herbst 2016. Wie die Ergebnisse der Befragung im Rahmen von DLG-Agrifuture Insights zeigen, legt auch die Investitionsbereitschaft wieder zu.

Landwirte deutlich zuversichtlicher für die weitere Geschäftsentwicklung
Die verbesserte Lage auf den Märkten für Getreide, Milch und Schweinefleisch ist Grund für diesen Aufschwung. So beurteilen die in allen Ländern befragten Landwirte, insbesondere diejenigen in Deutschland, die aktuelle Geschäftslage weit positiver als noch im Herbst 2016. Gut aufgestellt sehen sich auch die erstmals befragten Landwirte in den Niederlanden. Sie beurteilen die aktuelle Geschäftslage am besten.

Auch für die Geschäftsentwicklung der kommenden zwölf Monate sind die europäischen Landwirte wieder zuversichtlicher geworden. Es besteht die Hoffnung auf Preisaufschläge für bessere Getreidequalitäten. Auch sorgt die robuste Nachfrage nach Milchprodukten und Schweinefleisch für positive Aussichten. Und auch das anhaltend niedrige Zinsniveau trägt zu der positiven Stimmungslage bei. Die Landwirte können Investitionen zu günstigen Konditionen finanzieren, und notwendige Anschlussfinanzierungen können weit günstiger abgeschlossen werden.

Freundlicheres Wirtschaftsumfeld führt zu anziehender Investitionsbereitschaft
Die Trendwende im wirtschaftlichen Umfeld sorgt für eine wieder zunehmende Investitionslaune der Landwirte. Wie die aktuelle DLG-Agrifuture Insight-Befragung zeigt, sind die Landwirte in Polen und Russland am investitionsfreudigsten. Sie planen in den nächsten zwölf Monaten insbesondere Investitionen in die Außenwirtschaft. Am geringsten sind laut der Befragung die Investitionsabsichten von französischen Landwirten.

Schwerpunkte bei Investitionsabsichten

Großen Investitionsbedarf sehen die Landwirte bei Traktoren.

- Insbesondere die russischen Betriebsleiter, aber auch die Landwirte in Polen, Großbritannien und Deutschland sehen hier größeren Bedarf.
- Bei Mähdreschern sind die größten Investitionsabsichten bei den russischen und polnischen Landwirten zu registrieren.
- Auch Feldhäcksler stehen in Polen und Russland, aber auch in den Niederlanden auf der Liste der Investitionsabsichten.
- Selbstfahrende Pflanzenschutzspritzen werden am meisten in Deutschland und in den Niederlanden genannt.
- In Mulch- und Direktsaattechnik wollen die Landwirte in Polen und in Deutschland investieren. Grünland- und Futtererntetechnik sowie Investitionen in Dünge- und Pflanzenschutztechnik, aber auch automatische Lenksysteme werden von den niederländischen Landwirten am häufigsten genannt.
- In Bodenbearbeitungstechnik wollen insbesondere die Landwirte in Frankreich, Deutschland und Russland investieren.

 

Bild & Text: agritechnica.com

 

 
 
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