AGRITECHNICA 2017:
Digitaler Wandel, Big Data, Internet of Things ...

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AGRITECHNICA 2017:
Digitaler Wandel, Big Data, Internet of Things

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Digitaler Wandel, Big Data, Internet of Things

Agritechnica 2017

Technologie treibt Produktivität Spezialmesse Systems & Components unter dem Dach der Agritechnica 2017 vernetzt Know-how

Die Agrarwirtschaft entwickeltsich unaufhaltsam zu einer digitalisierten Branche. Produktivität und Effizienzin Maschinen wurden über viele Jahre hinweg weitgehend durch erhöhteMotorenleistung, Gewicht und Größe erreicht. Längst liefern HerstellerMaschinen, die innerhalb von limitierten Abmessungen und Gewichtsvorgaben nochproduktiver funktionieren, was sich auch auf die Entwicklung von Komponentenund Systemen auswirkt. Die Prozessoptimierung einzelner Maschinen ist nahezuausgereizt.
 

Nur durch den digitalen Wandel, dieVernetzung und intelligente Ausrüstung sind weitere Optimierungspotenzialeentlang der gesamten Wertschöpfungskette der Agrarwirtschaft herauszuholen.Landmaschinen werden mit intelligenten Technologien bestückt. DieInformationstechnologie beschränkt sich nicht nur auf einzelne Soft- undHardware-Produkte. Heute gehört die gesamte digitale Infrastruktur, wiebeispielsweise Netze, Daten auf universellen Datenplattformen (Cloud,Anwendungen im Web, Apps auf Smartphones) dazu. Der fortlaufendeVeränderungsprozess, der digitale Wandel oder auch digitale Transformationgenannt, findet unaufhaltsam in allen Bereichen des Lebens statt.

Plattform für digitale Lösungen
Die Systems & Components,Spezialmesse für Systeme, Module, Komponenten und Zubehör, findet vom 12. bis18. November 2017 (Exklusivtage am 12. und 13. November) unter dem Dach derAgritechnica, der weltgrößten Fachmesse für Landtechnik, in Hannover statt.Unter dem diesjährigen Leitmotiv „Stay connected!“ greift die Systems &Components auch aktuelle Trends wie „Digitale Transformation, Big Data,Internet of Things“ auf und bietet anspruchsvollen Wissensaustausch zwischenAusstellern und Besuchern. „Connectivity“ ist nicht nur die Voraussetzung fürdie Feinabstimmung moderner, hochkomplexer Systeme aus mechanischen,hydraulischen, elektrischen und elektronischen Komponenten, sondern auchzwischen Mensch und Maschine.

Es werden Neuheiten und Lösungen aus denBereichen Motoren, Hydraulik, Achsen, Antriebstechnik, Kabinen, Elektronik,Ersatz- und Verschleißteile vorgestellt. Eine ideale Plattform, um sich überdie unaufhaltsame Digitalisierung im Landtechnikbereich, Trends und Lösungenmit verantwortlichen Fachinstanzen der rund 700 Aussteller auszutauschen.

Internet of Things & Big Data
Das Internet der Dinge (Internet ofThings/IoT) ist aus heutiger Sicht noch eine Vision einer globalenInfrastruktur der Informationsgesellschaft. So soll das IoT physische undvirtuelle Gegenstände miteinander vernetzen und durch Info- undKommunikationstechniken zusammenarbeiten lassen. Aus einzelnen, intelligentenMaschinen auf dem Feld entsteht durch Kombination mehrerer Maschinen einesogenannte kooperative Maschine. Prozessdaten werden untereinanderausgetauscht. Je nach Abgabe der „Autorität“ gibt ein Traktor dem anderen dieEinflussnahme auf die gegenseitige Steuerung ab. Neue Sensortechniken,Softwareprodukte und intelligente, miteinander kommunizierende Maschinenrealisieren bereits das IoT in der Agrarwirtschaft. Big Data, auch Massendatengenannt, gelten häufig auch als Sammelbegriff für digitale Technologien. Die imlandwirtschaftlichen Betrieb gewonnenen Daten werden erfasst, analysiert undstrukturiert verarbeitet. Erkenntnisse daraus fließen zum einen in Echtzeitdirekt in den landwirtschaftlichen Betriebsablauf, zum anderen aber auch in dieWeiterentwicklung von Maschinen der Landtechnik. Das Potenzial derDigitalisierung, der digitalen Transformation in der Landtechnik muss erkanntund im gesamten Arbeitsablauf zukunftssicher genutzt werden. Intelligente,nachhaltige Lösungen sind gefragt.

Intelligente Kabine
Das CAB Concept Cluster, eine Plattformaus erfahrenen OEM-Zulieferern: Aurora, Robert Bosch GmbH, Fritzmeier-Gruppe,Grammer, Hella, Hydac, Mekra Lang, S.M.A., Lumod, der TU Dresden, AEF(Agricultural Industry Electronics Foundation), Deula (BV der DeutschenLehranstalten für Agrartechnik e.V.) und der DLG (DeutscheLandwirtschafts-Gesellschaft e. V.) mit der Zulieferer-Plattform Systems &Components als Hosting Partner, fokussiert darauf, seriennahe Innovationen ingemeinsamen Projekten zu bündeln und Potenziale effizienter Systemintegrationaufzuzeigen.

Das neue Projekt, dieLandmaschinen-Kabine Smart CAB, ermöglicht dank extrem leistungsstarkerCAN-Struktur maximale x2x-Usability in der Kommunikation zwischen Fahrer undMaschine, Maschine und Cloud oder anderen Komponenten. Als offenes Systembietet die IoT-fähige Smart CAB unbegrenzte Vernetzung und somit höchsteZukunftssicherheit. Die integrierte Connectivity-Einheit CCU sendetFahrzeugdaten in ein Backend und greift auf den Bosch Feature-Store zu. Damitkönnen neue Funktionen und Features für die Maschine auch in Serie nachgeladenwerden. Hersteller und Landwirte können allgemein nutzbare Daten teilen und fürneue Geschäftsmodelle nutzen. Digitalprodukte auch anderer Hersteller könnenflexibel eingebunden werden.

Bodenbedeckungsanalyse via Bildverarbeitung
Josephinum Research arbeitet in ihremForschungsprojekt „SoilCover“ an einer Methode, um die Bodenbedeckungautomatisiert aus Bildern zu bestimmen. Der Algorithmus basiert auf einerautomatischen pixelweisen Klassifizierung von Bodenbildern der Erde, vonErnterückständen, lebendem Pflanzenmaterial und Steinen. Bilder werden viaSmartphone oder konventionellen Kompakt- bzw. Spiegelreflexkameras aus rundeinem Meter Höhe aufgenommen. Werden mehrere Bilder eines Feldstücksaufgenommen, kann auf die gesamte Bodenbedeckung hochgerechnet werden. DieAuswertung erfolgt mittels mobiler Datenerfassung und über eineClient-/Server-Architektur. Das Ergebnis steht unmittelbar für den Benutzerbeispielsweise via Smartphone-App zur Verfügung. Die erzielten Ergebnissesollen Grundlage für eine weitere kommerzielle und wissenschaftliche Verwertungauch im Landtechnikbereich darstellen und ermöglichen damit eine effizientereArbeitsweise.

Forschungsprojekt Agrifusion
Im Verbundvorhaben desBundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL), unter der Leitungdes Deutschen GeoForschungsZentrums in Potsdam und in Zusammenarbeit mit denFirmen GeoInformationsDienst GmbH und Fritzmeier Umwelttechnik untersucht dieHochschule Weihenstephan-Triesdorf im Forschungsprojekt „Agrifusion“ neueVerfahren zur Erstellung von Ertragspotentialkarten. Dabei werden Dateneinzelner Sensoren (Aufnahmen von Satelliten und Drohnen, Ertragserfassung,Höhendaten, Bodenleitfähigkeit und Stickstoffaufnahme) vernetzt erfasst,zentral auf einem Server zusammengeführt und verrechnet. Ziel ist es dabei, dieErtragsfähigkeit von Böden genauer und höher aufgelöst zu bestimmen. Mit diesenErkenntnissen sollen die Ausbringung von Betriebsmitteln aber auch der Einsatzder Landtechnik optimiert werden. Dadurch werden positive Auswirkungen auf dieUmwelt und die Einkommenssituation der Landwirte generiert.

 

Bild & Text: agritechnica.com

 

 
 
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