ANUGA 2015:
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ANUGA 2015:
Anuga Meat - Die weltweit größte Messe für Fleisch und Fleischwaren

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09.07.2015

Fleischproduktion und -konsum steigt weltweit weiter an

Initiativen für Tierwohl und Verbraucherschutz:
Internationale Gütezeichen dokumentieren Herkunft und Qualität

anuga meat Erneut bringt die Anuga Meat das Who-is-Who der internationalen Fleischwirtschaft in Köln zusammen. Rund 850 Anbieter aus etwa 50 Ländern zeigen vom 10. bis 14. Oktober 2015 in Köln ihr Produktprofil. Als international umfassendste Informations- und Orderplattform für Fleisch, Wurst, Wild und Geflügel belegt die Anuga Meat eine Bruttoausstellungsfläche von rund
55.000 m². Weltweit gibt es keine vergleichbare Leistungsschau der Fleischwirtschaft. Vertreten sind marktführende Unternehmen ebenso wie kleinere und mittelständische Anbieter. Sie stellen die gesamte Bandbreite der Fleischproduktion in ihren verschiedenen Verarbeitungsstufen dar: von unverarbeiteten Fleischwaren über Fleischzubereitungen und Convenienceprodukte bis hin zu feinen Wurst- und Schinkenwaren und regionalen Spezialitäten.

Die Anuga Meat belegt die Hallen 5, 6 und 9 des Kölner Messegeländes. Mit ihren Untersegmenten Wurstwaren (Halle 5.2 und 6), Rotfleisch (Halle 6 und 9) sowie Geflügel (Halle 9) bietet sie den Facheinkäufern eine hervorragende Orientierung. Zu den ausstellenden Unternehmen gehören 2 Sisters Storteboom, ABP Group, AJC International, Amadori, Bell, Beretta, Borgmeier, Campofrio, Citterio, Danish Crown, Inalca, JBS, LDC, MHP, Nippon Ham Foods, Plukon Poultry, Rügenwalder Mühle, Smithfield, Tönnies, Tyson Foods, Vion, Westfleisch, Wiesenhof und Wiltmann. Große Gemeinschaftsbeteiligungen kommen aus Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, Österreich, Spanien, Südafrika, der Türkei und den USA.

Fleischproduktion und -konsum steigen weltweit weiter an
Der weltweite Fleischkonsum wird in den kommenden Jahren weiter ansteigen, prognostizieren OECD und FAO. Grund sind die wachsende Weltbevölkerung und die wirtschaftliche Entwicklung in zahlreichen Ländern. Konkret soll die Weltfleischproduktion von 297 Millionen Tonnen in 2011 auf 350 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2021 ansteigen. Die Zuwächse bei Geflügelfleisch sollen mit 2,2 Prozent pro Jahr deutlicher ausfallen als bei Rindfleisch (+ 1,8 Prozent) und Schweinefleisch (+ 1,4 Prozent). Der Anteil von Geflügelfleisch an der Weltfleischproduktion steigt damit auf 37 Prozent. Auf Schweinefleisch sollen dann ebenfalls 37 Prozent Marktanteil entfallen. Die 200 Millionen-Tonnen-Marke war erst Mitte der 90er Jahre übersprungen worden. In den vergangenen 50 Jahren hat sich die globale Fleischerzeugung also vervierfacht.

Auch europaweit hat sich die Fleischproduktion positiv entwickelt und soll nach Schätzung der EU-Kommission 2015 und 2016 weiter wachsen. Für das laufende Jahr wird für die EU eine Fleischerzeugung von insgesamt 45,1 Mio. Tonnen Fleisch erwartet, 1,3 Prozent mehr als 2014.

Im Außenhandel mit Fleisch und Fleischwaren bedeutet die Einfuhrsperre Russlands nach wie vor eine schwere Last für die deutschen und europäischen Exporteure. Der entfallene Export konnte aber durch Ausfuhren nach Asien nahezu wieder ausgeglichen werden.

Deutsche Fleischwirtschaft exportiert auf hohem Niveau
Die Erschließung neuer Exportmärkte ist für die Absatzsicherung der deutschen Fleischwirtschaft von existenzieller Bedeutung. Die deutschen Fleischunternehmen arbeiten daher seit sechs Jahren in German Meat, der gemeinschaftlichen Exportförderungsorganisation der deutschen Fleischwirtschaft, erfolgreich zusammen. German Meat organisiert auch im Rahmen der Anuga 2015 eine Gruppenbeteiligung.

Mit gut 4,2 Mio. Tonnen exportierte die deutsche Fleischwirtschaft 2014 erneut auf sehr hohem Niveau und konnte wiederum einen Zuwachs verzeichnen (plus 3,7 Prozent). Die Exporterlöse gingen hingegen aufgrund der niedrigeren Rohstoffpreise um knapp zwei Prozent auf rund 9,6 Mrd. Euro zurück. Wichtigste Abnehmerländer für Fleisch und Fleischwaren aus Deutschland sind die EU-Länder, in die 80 bis 90 Prozent der Ausfuhrmengen fließen.

Von der gesamten deutschen Exportmenge entfielen im vergangenen Jahr 12,8 Prozent auf Fleisch- und Wurstwaren. Die deutsche Fleischwarenindustrie konnte damit ihren Anteil am Gesamtexport des Fleischsektors erneut steigern (Vorjahr 12,3 Prozent).

Die Einfuhr hingegen stagniert. Der Import von frischem und gefrorenem Rindfleisch beispielsweise betrug im vergangenen Jahr 296.000 Tonnen und lag damit um 3,4 Prozent unter der Menge von 2013. Haupt-Lieferländer sind die Niederlande, Polen und Österreich. Doch ein erheblicher Anteil der Rindfleischlieferungen aus den Niederlanden dürften Waren vor allem aus Südamerika und den USA sein, die über den Hafen Rotterdam in die EU eingeführt werden.

Die Ausfuhr ist wichtiges Standbein der ostwestfälischen Tönnies-Gruppe. Mehr als die Hälfte der Jahresproduktion der deutschen Nummer eins im Fleisch-Geschäft wird exportiert. Der Konzern betreibt 25 Auslandsbüros, beispielsweise in Belgien, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien, Schweden und Dänemark. In Osteuropa ist Tönnies mit Vertriebsstandorten in Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Russland und der Ukraine vertreten. Für seine Schweinefleisch-Lieferungen erhielt Tönnies zuletzt auch die Zulassung für den wichtigen US-Markt.

Verbrauch in Deutschland
Mit einem statistischen Pro-Kopf-Verzehr von 38,2 kg liegt Schweinefleisch trotz eines Rückgangs von 0,3 kg weiterhin deutlich an der Spitze der heimischen Verbrauchergunst. Auch die Preisunterschiede zwischen den Fleischarten haben einen Einfluss, der eindeutig das preiswertere Geflügelfleisch begünstigt. Hier blieb der Pro-Kopf-Verzehr mit 11,5 kg konstant. Der Verzehr von Rindfleisch ist nur leicht um 0,1 kg auf 8,9 kg zurückgegangen. Auf den Konsum von Lamm- und Ziegenfleisch entfielen 0,5 kg und andere Fleischarten (insbesondere Wild und Innereien) werden mit 1,2 kg veranschlagt.

Traditionelle familiengeführte Wursthersteller wie Rügenwalder Mühle leben von ihrer ungebrochenen Innovationskraft. So retteten vegetarische Produkte dem Wurstmarkenartikler angesichts des zurückhaltenden Wurstkonsums der Deutschen den Umsatz. Das im Dezember 2014 eingeführte fleischlose Segment wachse derzeit um 15 Prozent, teilte das Unternehmen mit.

Europaweit Initiativen zu Tierwohl und Verbraucherschutz
Mit der Initiative Tierwohl hat die Wirtschaft in den vergangenen Monaten ein beispielloses Projekt an den Start gebracht, das die Haltungsbedingungen für einen Großteil der in Deutschland gehaltenen Schweine über den gesetzlichen Standard anhebt. Von Beginn an werden sich über 2.000 landwirtschaftliche Betriebe mit mehr als 12 Mio. Schweinen daran beteiligen. Den finanziellen Ausgleich für den Mehraufwand erhalten die Landwirte über einen Fonds, der von großen Einzelhandelsunternehmen gespeist wird. Das System wurde von der Fleischwirtschaft in einem aufwändigen Prozess mit entwickelt und durch die Teilnahme der Schlachtbetriebe unterstützt.

Der Vorstandssprecher der Westfleisch eG, Helfried Giesen, bezeichnet die Brancheninitiative als "größtes Tierhaltungsförderprogramm der letzten 20 Jahre". Es würden erhebliche Finanzmittel für betriebliche Investitionen in den Tierschutz mobilisiert. Auch der Handel sieht sich in der Pflicht, für mehr Tierwohl entlang der gesamten Lieferkette zu sorgen. Ein von Aldi Süd präsentierter Leitfaden soll den Mitarbeitern ebenso wie den Geschäftspartnern als verbindlicher Handlungsrahmen dienen. Viele Punkte daraus werden schon umgesetzt und auch vom Unternehmen selbst oder von Dienstleistern kontrolliert. Der Discounter will damit gegen den Vorwurf angehen, seine günstigen Preise gingen auf Kosten der Tierschutzstandards.

Auf Herkunft und Qualitätssicherung liegt hingegen das Hauptaugenmerk der neuseeländischen Fleischwirtschaft. Neuseeländisches Lamm setzt bei der Lebensmittelsicherheit inzwischen weltweit Standards.

Schon seit den 1960er Jahren ist das "Label Rouge" in Frankreich ein bewährtes amtliches Gütesiegel für eine nachhaltige Geflügelfleischproduktion. Neben einer maximalen Sicherheit für die Verbraucher, garantieren die französischen Geflügelproduzenten mit diesem Qualitätszeichen den Einsatz langsam wachsender Fleischrassen, die freilaufend gehalten werden und erst nach der Geschlechtsreife geschlachtet werden dürfen.

Das VLAM, Flanders' Agricultural Marketing Board, sorgt sich seit langem um die Qualität der belgischen Schweinefleischproduktion und arbeitet zu diesem Zweck auch eng mit dem deutschen Qualitätssicherungssystem QS zusammen. Anfang 2014 starteten die belgischen Nachbarn mit dem Standardgeber Belpork eine Initiative zur Eindämmung der Antibiotika-Verwendung in der Schweinemast.

 

Quelle: anuga.de

 
 
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