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Hannover Messe 2014: Teilnehmerrekord beim WoMenPower-Kongress

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16.04.2014

Der Kongress, bei dem es um die besten Strategien für den beruflichen Erfolg geht, ist selbst eine Erfolgsgeschichte. Rund 1 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – und damit so viele wie noch nie – kamen am Freitag der HANNOVER MESSE zur elften Auflage des WoMenPower-Kongresses.

Damit erreichte das erfolgreichste deutsche Kongressangebot zu arbeitspolitischen Themen und Karrierefragen für Frauen und Männer einen Besucherrekord. Der Fachkongress vermittelt seit 2004 mit einem Mix aus Vorträgen, Workshops und Ausstellung praxisnah Informationen für alle Berufsphasen: vom Berufseinstieg bis hin zur Karriereförderung. Erneut wurde außerdem die „Engineer Powerwoman“ gekürt. Gabby Aitink-Kroes, Ingenieurin bei NOVA, der niederländischen Research School for Astronomy, nahm die Auszeichnung als weibliches Vorbild für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn im MINT-Bereich entgegen.

„Netzwerke nutzen. Integration erleben. Neues lernen.“ – so lautete das Motto von WoMenPower 2014. Die Moderatorin und Bestsellerautorin Sabine Asgodom nahm dies zu Beginn des Kongresstages gleich beim Wort und forderte die Frauen und Männer im Plenum auf, sich einander vorzustellen, Gemeinsamkeiten festzustellen und das eigene Erfolgsrezept zu verraten. Entsprechend aufgelockert und angeregt war die Stimmung, als die Keynote-Speaker ihre Impulse vortrugen.

Dr. Thomas Kremer, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Telekom AG, sprach über das Thema „Vielfalt als Erfolgsfaktor“. Er sagte, das Telekom-Ziel, bis 2015 30 Prozent Frauen in Führungspositionen zu haben, sei die Basis für eine nachhaltige und unumkehrbare Entwicklung. Bei einem gesellschaftlichen Wandel hin zur Anerkennung neuer Familienmodelle wolle die Telekom Vorreiter sein.

Auch Raimund Becker, Vorstand Arbeitslosenversicherung der Bundesagentur für Arbeit, warf einen Blick auf den gesellschaftlichen Wandel. Er beschrieb, dass Lebensphasen heute nicht mehr gradlinig verliefen, sondern durcheinander. „Patchwork-Biographien“ nannte er den heute üblichen Fall der individuellen Lebensläufe. Fachkompetenz sei ein Muss für den erfolgreichen Wiedereinstieg nach einer Familienpause. Es komme aber auch auf Soft Skills wie Kommunikations- und Durchsetzungsvermögen an, betonte Becker. Drei Tipps gab er den Zuhörerinnen und Zuhörern mit auf den Weg: Netzwerke aus männlichen und weiblichen Verbündeten schaffen, sich selbst nicht unterschätzen und eine Belohnung für die eigenen Leistungen erwarten.

Großen Anklang fand auch der Vortrag von Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, die Vorstandsvorsitzende sowie Vorstand Technik und Betrieb bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und gleichzeitig Mutter von vier Kindern ist. Nikutta analysierte, wie die deutsche Wirtschaft Frauen systematisch übergehe, erzählte aus ihrem eigenen Erfahrungsbereich als Managerin, die Kinder bekommt, und berichtete von ihren Bemühungen, den Anteil von Frauen bei den BVG zu erhöhen. Im Jahr 2013 sei die Frauenquote des traditionell männlichen Unternehmens erstmals auf 18 Prozent angestiegen, von den Auszubildenden seien 2013 25 Prozent Frauen gewesen – ebenfalls ein Spitzenwert für die BVG – und dann habe die BVG 2013 zum ersten Mal seit 1945 ein positives Betriebsergebnis eingefahren.

Dass Diversity, also die Mischung von Jung und Alt sowie Frauen und Männern oder auch Menschen aus dem In- und Ausland, in Unternehmen zum Erfolg führt, stützte auch Regine Stachelhaus, Senior Executive Advisor bei E.ON. In gemischten Teams entstünden mehr Kreativität und Ideenreichtum. Monokulturen seien besonders in Krisen nicht überlebensfähig. Schnelle Einigkeit unter Gleichgesinnten verenge den Horizont. Stattdessen müsse man sich reiben und um Ideen ringen.

Im Anschluss an die Vorträge ging es für die WoMenPower-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer in die 35 Workshops zu den Themen Berufseinstieg/Wiedereinstieg, Führung und Kommunikation, Beruf/Karriere/Aufstieg sowie Vielfalt der Talente. Außerdem gab es eine Podiumsdiskussion unter der Überschrift „Herausforderung Vielfalt auf dem Arbeitsmarkt. Von den Babyboomern bis zur Generation X, Y, Z.“

Eine Frau stand schließlich besonders im Rampenlicht: Gabby Aitink-Kroes. Eine unabhängige Jury hatte die niederländische Ingenieurin zur Engineer Powerwoman 2014 gekürt. Mit diesem Titel zeichnet der WoMenPower-Kongress seit dem vergangenen Jahr Frauen aus, die im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik mit entscheidenden Ideen und Engagement ihr Unternehmen nach vorn bringen. Aitink-Kroes ist als Ingenieurin mit Schwerpunkt Opto-Mechanik unter anderem federführend für das Design des MIRI-Instruments im James Webb Space Teleskop der amerikanischen und europäischen Luft- und Raumfahrtbehörden NASA und ESA zuständig gewesen. In ihrem Unternehmen, der niederländischen Research School for Astronomy, setzt sich Aitink-Kroes regelmäßig für Themen wie Diversity, Gender-Balance im Bereich Forschung und Technologie sowie für den jährlichen Girl’s Day ein.

Die inhaltliche und fachliche Gestaltung des Kongressprogramms liegt bei dem Kongressbeirat unter dem Vorsitz von Barbara Schwarze, Professorin für Gender und Diversity Studies an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik der Fachhochschule Osnabrück. Hauptsponsoren des Kongresses sind E.ON SE, Siemens AG, Deutsche Telekom AG, HARTING Technologiegruppe, Johnson Controls GmbH, Phoenix Contact GmbH & Co. KG und WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG.

Der nächste WoMenPower-Kongress wird am Freitag, 17. April 2015, dem letzten Messetag der HANNOVER MESSE 2015, auf dem Messegelände ausgerichtet.

HANNOVER MESSE – Get new technology first!
Die weltweit wichtigste Industriemesse wurde vom 7. bis 11. April 2014 in Hannover ausgerichtet. Die HANNOVER MESSE 2014 vereinte sieben Leitmessen an einem Ort: Industrial Automation, Energy, MobiliTec, Digital Factory, Industrial Supply, IndustrialGreenTec und Research & Technology. Die zentralen Themen der HANNOVER MESSE 2014 waren Industrieautomation und IT, Energie- und Umwelttechnologien, Industrielle Zulieferung, Produktionstechnologien und Dienstleistungen sowie Forschung und Entwicklung. Die Niederlande waren das Partnerland der HANNOVER MESSE 2014.

Quelle: www.hannovermesse.de

 
 
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