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IAA 2014: IAA Nutzfahrzeuge: Reduzierung der CO2-Emissionen im Straßenverkehr

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26.09.2014

Wie lassen sich die CO2-Emissionen im Straßengüterverkehr weiter reduzieren?

Diese Frage stand im Zentrum einer von der Internationalen Straßentransport Union (IRU), der VerkehrsRundschau und dem Verband der Automobilindustrie (VDA) auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge in Hannover gemeinsamen organisierten Fachveranstaltung.

Die Diskussion ging auf die kürzlich von der Europäischen Kommission veröffentlichte Strategie zur weiteren Reduzierung der CO2-Emissionen und des Kraftstoffverbrauchs schwerer Nutzfahrzeuge ein. Dabei wurden die bisher erzielten Erfolge bei der CO2-Einsparung im Straßengüterverkehr ebenso deutlich wie die Hürden und Herausforderungen, vor denen die Nutzfahrzeugindustrie bei ihren Bemühungen um weitere Fortschritte steht.

Die Diskussionsteilnehmer sprachen sich für mehr Transparenz in der Diskussion über die technologischen Möglichkeiten zur weiteren Verbrauchsreduzierung aus und legten die regulatorischen Schwierigkeiten sowie den enormen Investitionsaufwand dar, der mit der Entwicklung neuer, noch umweltfreundlicher Fahrzeuge verbunden ist.

Michael Nielsen, Generaldelegierter der IRU bei der Europäischen Union erklärte: „Bei der Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen lassen sich positive Ergebnisse feststellen, weil Transportunternehmer stetig die Wirtschaftlichkeit erhöhen, indem sie Effizienz steigern und Kosten reduzieren. Dennoch gilt es, durch verbesserte Beratung über verfügbare technische Lösungen sowie vorhandene Investitionsanreize größere Teile des Transportgewerbes zu weiteren Bemühungen zu ermutigen. Transportverbände mehrerer Länder haben die Initiative ergriffen und stellen ihren Mitgliedsunternehmen bereits derartige Beratungsleistungen zur Verfügung.“

Dr. Kay Lindemann, Geschäftsführer des VDA wies darauf hin, „dass der Kraftstoffverbrauch schwerer Lastkraftwagen seit den 1960er Jahren bereits um 60 Prozent reduziert werden konnte.” Er hob hervor, dass „Marktkräfte starke Anreize für das Transportgewerbe ausüben, den Kraftstoffverbrauch weiter zu senken. Das Transportgewerbe sendet deutliche Signale an die Hersteller, dass Kraftstoffeffizienz ein wesentliches Kriterium für die Investitionsentscheidung ist.”

Die Veröffentlichung der neuen Strategie der Europäischen Kommission zur Reduzierung der Kraftstoffverbräuche und der CO2-Emissionen wurde von den Teilnehmern insgesamt positiv bewertet, insbesondere die Harmonisierung der Verfahren zur Messung, Meldung und Überwachung des Kraftstoffverbrauches und der CO2-Emissionen bei neuen schweren Lkw. Aber auch wesentliche Defizite wurden deutlich hinterfragt, wie etwa die mangelnde Berücksichtigung der massiven Anstrengungen des Transportgewerbes zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und zur Kraftstoffeinsparung. Zudem wurde auf die Gefahr hingewiesen, dass die Strategie dazu genutzt werden könnte, einer Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene Vorschub zu leisten.

Michael Nielsen schloss mit dem Satz: „Die europäischen Institutionen und Regierungen sollten die freiwilligen Initiativen im Transportgewerbe stärker anerkennen und diese als Ausgangsbasis für die Planung weiterer neuer Maßnahmen nutzen. Fahrzeughersteller und Zulieferer, Vertreter von Transportunternehmen sowie Regierungen sollten verstärkt zusammenarbeiten um ein größeres Bewusstsein zu schaffen. In dieser Hinsicht ist die IRU ohne jeden Zweifel für eine enge Zusammenarbeit mit der Kommission, den Regierungen und der Branche bereit.“

Lindemann betonte: „Die Fahrzeughersteller werden sich auch weiterhin um die Verbesserung der Energieeffizienz von Lkw bemühen, doch mit technischen Innovationen alleine ist es nicht getan. Alle Beteiligten müssen an einem Strang ziehen. Transportunternehmer, Lkw-Fahrer und politische Entscheider müssen ebenfalls ihren Beitrag hierzu leisten. Investitionen in die öffentliche Infrastruktur zum Beispiel sind ein wichtiger Stützpfeiler für eine nachhaltige Strategie im Straßengüterverkehr. Wenn Verkehrsstaus aufgrund einer nicht bedarfsgerechten Infrastruktur zu einem erhöhten Kraftstoffverbrauch führen, dann waren alle Bemühungen der Transportindustrie umsonst.“

Quelle: iaa.de

 
 
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