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IFAT 2014: Produkte und Lösungen für die Umweltmärkte der Welt

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02.04.2014

Die weltweit wichtigste Umwelttechnologiemesse IFAT bietet vom 5. bis 9. Mai 2014 in München erneut die Bühne für Innovationen, die den Umweltherausforderungen in den verschiedenen Regionen der Welt begegnen wollen. Verschiedenste Märkte weltweit versprechen lukrative Geschäfte.

In der Abfallwirtschaft in Europa besteht derzeit noch ein West-Ost-Gefälle. Entsprechend große Wachstumsmärkte gibt es aktuell in Mittel- und Osteuropa. Potenziale, die nun Schritt für Schritt erschlossen werden. Beispielsweise traten in Polen Mitte vergangenen Jahres neue Bestimmungen in der Abfallverwertung in Kraft. Sie machen die Städte und Gemeinden zu Eigentümerinnen der kommunalen Abfälle - und damit auch für deren Beseitigung verantwortlich. Für die polnischen Haushalte bedeuten die neuen Regelungen, dass sie seither ihren Müll getrennt sammeln müssen. Von den rund 600 legalen Müllhalden des Landes müssen in den kommenden Jahren mindestens 300 geschlossen werden, da sie entweder die EU-Normen nicht erfüllen oder keine weiteren Abfälle mehr aufnehmen können. Die Neustrukturierung gibt Müllverbrennungsanlagen und Recyclingtechnologien Auftrieb. Laut Schätzungen der deutschen Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing Germany Trade & Invest (GTAI) hatte der Gesamtmarkt der polnischen Abfallwirtschaft im Jahr 2013 einen Wert von 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro.

Auch in Kasachstan, in der Mitte der eurasischen Landmasse, soll die Abfallwirtschaft modernisiert werden. Die Regierung des größten Binnenstaats der Erde hat nach Angaben von GTAI im Januar dieses Jahres ein Programm gebilligt, das dafür sorgen soll, dass bis zum Jahr 2020 rund 576 Millionen Euro in die Branche fließen. Geplant ist, schrittweise eine Mülltrennung einzuführen, den Fuhrpark an Abfallfahrzeugen zu erneuern und Müllverwertungsanlagen zu bauen.

Generell stößt die Müllverbrennung mit angeschlossener Energieerzeugung weltweit auf eine immer breitere Akzeptanz, speziell in Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte, wie Europa, dem Mittleren Osten und Südasien. Das Beratungsunternehmen Frost & Sullivan erwartet, dass der globale Markt für Waste-to-Energy-Anlagen bis zum Jahr 2016 auf etwa 21 Milliarden Euro ansteigen wird (2012: knapp 13 Milliarden Euro). Als bis dahin attraktivste Region schätzen die Analysten den asiatisch-pazifischen Raum ein. Beispiel Hongkong: Die Regierung der Sonderverwaltungszone will laut GTAI-Informationen bis zum Jahr 2020 annähernd 2,9 Milliarden Euro in die Abfallbehandlung investieren, unter anderem in eine Mega-Müllverbrennungsanlage mit einer Kapazität von 3.000 Tonnen pro Tag.

Wie das Statistische Bundesamt Anfang dieses Jahres mitteilte, investierten die Unternehmen des Produzierenden Gewerbes in Deutschland im Jahr 2011 insgesamt 2,9 Milliarden Euro in den Schutz der Oberflächengewässer und des Grundwassers, zum Beispiel für Neutralisations- und Kläranlagen. Trotzdem gilt der deutsche Markt für die Wasserbranche aus Sicht von German Water Partnership (GWP) als nahezu gesättigt. Deshalb identifiziert das Unternehmensnetzwerk seit dem Jahr 2008 interessante Auslandsmärkte. Einer der Staaten, die derzeit neu ins Zentrum des Interesses rücken, ist der Iran. Dr. Shahrooz Mohajeri, Geschäftsführer des Berliner inter 3 Instituts für Ressourcenmanagement und GWP-Vorstandsmitglied berichtet, dass "die iranische Wasserwirtschaft vor der Herausforderung steht, trotz sinkender, sich qualitativ verschlechternder und regional sehr unterschiedlich verteilter Wasserressourcen eine rasant wachsende Zahl von Haushalten mit immer mehr Trinkwasser zu versorgen". Zusammen mit der Lockerung und möglichen Aufhebung der internationalen Sanktionen gegen den vorderasiatischen Staat zum Sommer dieses Jahres eröffne dies für die internationale Wasserwirtschaft hohe Potenziale. So plane die iranische Regierung, Trinkwasseranlagen zu modernisieren und zusätzliche Entsalzungsanlagen zu bauen. Weitere wasserwirtschaftliche Schwerpunkte des Landes sind die Erweiterung der Abwassernetze und Kläranlagen in den Städten sowie deren erstmalige Installation in ländlichen Regionen. Allein für das Anheben des städtischen Anschlussgrads an eine geregelte Abwasserentsorgung von heute rund 37 Prozent auf die für das Jahr 2025 geplanten 65 Prozent sollen in den nächsten Jahren etwa 25 Millionen Euro investiert werden.

Zahlen und Fakten, die eine deutliche Sprache sprechen und belegen, wie viel Potenzial im Umwelttechnologiesektor steckt – beste Voraussetzungen für die Aussteller der IFAT, diesen und anderen Märkten ihre Produkte, Neuheiten und vor allem Lösungen vorzustellen.

Quelle: www.ifat.de

 
 
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