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LIGNA 2015:
Schonende Holzernte

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09.04.2015

Forsttechnik auf der LIGNA 2015: Schonende Holzernte mit maximaler Effizienz

Die LIGNA hat 2015 für den primären Sektor der Holzwirtschaft nochmals an Attraktivität gewonnen. Das liegt zum einen an dem erstmals stattfindenden Wood Industry Summit, der ein erstklassiges Umfeld für das internationale Networking schafft. Zum anderen bietet die erweiterte Freifläche in diesem Jahr besonders den Herstellern von Großgeräten hervorragende Voraussetzungen für ihre Präsentation. Führende Spezialisten stellen die neue Generation der Harvester vor, die mit einer Reihe von Weiterentwicklungen die gewachsenen Anforderungen in der Forst- und Holzwirtschaft spiegelt. Politische Rahmenbedingungen und die verschiedenen Zertifizierungssysteme, denen sich die meisten Forstbetriebe angeschlossen haben, forcieren die Entwicklung in Richtung höherer Umweltverträglichkeit. Mehr Effizienz bei geringeren Kosten, Arbeitserleichterung und Bodenschutz sind deshalb die zentralen Herausforderungen an die Hersteller. In diesem Zusammenhang gewinnen auch Assistenzsysteme zunehmend an Bedeutung.

Der allgemeine Trend zu Achtrad-Harvestern wird sich auf der LIGNA 2015 weiter verfestigen. Grund für die Verschiebung der Marktanteile sind vor allem die Vorteile für den Waldboden. Der Oberflächendruck verteilt sich bei den achträdrigen Harvestern auf mehr Fläche. So werden die Maschinenwege geschont, Erosion und Bodenverdichtung minimiert.

Assistenzsysteme gestalten den Umgang mit dem Harvester heute einfach und steigern die Produktivität. Eine Automatisierungs-Software optimiert die Produktion, Holzmessung und Steuerung der Basismaschine. Die täglichen Arbeitsabläufe werden vereinfacht und überschaubarer. Fernüberwachungssysteme bieten eine Echtzeit-Übersicht über Maschinenauslastung sowie Maschinenzustand und liefern Standortinformationen.

Software-Programme sorgen auch dafür, dass trotz hoher Leistung die Wirtschaftlichkeit nicht leidet. Angeboten wird unter anderem ein dreistufiges PC-System zur Steuerung der Aufarbeitungsleistung als einfache Lösung zur Leistungs- und Kraftstoffoptimierung. Auch die Harvester-Vorschubwalzen tragen zur Ressourceneffizienz bei. Innovative Zahntiefenbegrenzer ermöglichen weniger Anpressdruck und Spritverbrauch. Moderne Harvester-Aggregate sind außerdem mit Sägemotoren ausgestattet, die mit moderater Drehzahl arbeiten und dafür auf einen schnellen Sägenvorschub setzen. Dies erhöht die Lebensdauer des Sägemotors bei deutlich höherem Sägemoment erheblich.

Wenn es um Verbesserungen bei der Ergonomie geht, steht natürlich die Kabine, der Arbeitsplatz des Maschinenführers, im Fokus. Besondere Aufmerksamkeit verdient ein Konzept, das neue Wege beim Aufbau des Harvesters geht. Während bei herkömmlichen Konstruktionen der Kran entweder vor oder neben der Kabine angebracht ist, wird hier der Kran beiderseits schräg hinter der Kabine befestigt. Der Hauptarm des Krans wird über die Kabine geführt, wo er sich teilt. Diese Lösung ermöglicht eine uneingeschränkte Rundumsicht.

Dem Komfort des Fahrers dient ein innovatives Rahmen-Konzept, das ebenfalls auf der LIGNA vorgestellt wird. Der Rahmen der Maschine besteht aus drei Segmenten, die durch Drehgelenke miteinander verbunden sind. Die Kabine befindet sich auf dem mittleren Rahmensegment, das automatisch durch Hydraulikzylinder in der seitlich waagerechten Position gehalten wird. Der Fahrer befindet sich genau im Drehpunkt seiner Kabine. In der Folge werden die auf den Körper wirkenden Beschleunigungskräfte merklich reduziert. Doch das Drei-Rahmen-Konzept weist noch einen weiteren Vorteil auf: Das hintere und das vordere Rahmensegment mit ihren Bogieachsen passen sich optimal über einen weiten Verschränkbereich den Geländegegebenheiten an. Der Harvester besitzt damit eine hervorragende Stabilität und Standsicherheit. Auch besonders starke so genannte Duraxle-TM-Bogie-Achsen verbessern Balancier-Eigenschaften und Traktion des Harvesters wesentlich. Als wirksam erweist sich weiterhin ein Sensorsystem, das die Kranrichtung und -position laufend erfasst, um durch gezieltes Gegensteuern mit dem Hinterwagen die auftretenden Kräfte auszugleichen. Selbst bei maximaler Kranauslage wird so ein sicherer Stand erreicht. Andere Konzepte, die für kompakte Sechsrad-Maschinen entwickelt wurden, betonen dagegen die Flexibilität. Ziel ist es dabei, hohe Beweglichkeit im Wald mit Straßentauglichkeit zu verbinden. Solche Harvester fahren im normalen Verkehr nur mit angetriebener Vorderachse und sind dadurch recht zügig unterwegs. Im Gelände dagegen erlauben vier gelenkte und angetriebene Räder eine besondere Wendigkeit. Im steilen und besonders unwegsamen Gelände wiederum erreicht die Maschine eine enorme Beweglichkeit durch eine synchrone Schreit- und Fahrbewegung.

Fortschritte werden auch im Bereich Antrieb erzielt. Die neueste Generation der Harvester ist mit Motoren der höchsten Effizienzklasse ausgerüstet. Gleichzeitig verfügen die neuen Motoren über mehr Leistung und ein höheres Drehmoment, das sich besonders an Steigungen und Hängen positiv bemerkbar macht. Innovative Hydrauliksysteme erlauben zudem ein Leistungsmanagement, das die eingesetzte Motorkraft optimiert und zur Senkung der täglichen Betriebskosten beiträgt. Moderne Motoren sprechen auf rasche Effektanforderungen sofort mit einem hohen Drehmoment an. Dadurch kann die Maschine bei einer niedrigen Arbeitsdrehzahl betrieben werden, was für weniger Vibrationen, einen niedrigeren Geräuschpegel und nicht zuletzt einen geringeren Kraftstoffverbrauch sorgt.

Für alle Fachbesucher, die über die Information hinaus Spaß daran haben, zu sehen, wie geschickt man mit Großgeräten umgehen kann, bietet die LIGNA 2015 ein besonderes Highlight: Traditionell treffen sich im zweijährigen Rhythmus die Forwarder- und Harvesterfahrer auf der LIGNA im Freigelände Süd, um den Niedersachsenmeister zu ermitteln. Erstmals wird es dabei auch einen Forwarder-Frauen-Cup geben, bei dem sich die besten Fahrerinnen am Donnerstag, 14. Mai, wie ihre männlichen Kollegen dem Wettbewerb stellen.

 

Quelle: ligna.de

 
 
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