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LogiMAT 2014: Positionspapier zur LogiMAT 2014 in Stuttgart

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25.02.2014

Statement Peter Kazander, Messeleiter der LogiMAT

Alles, was die Intralogistikbranche bewegt

Die LogiMAT 2014 zeigt, welche aktuellen Trends die Branche in der Zukunft prägen. Als Schaufenster innovativer Produkte und nachhaltiger Lösungen für das komplexe Zusammenspiel und die intelligente Vernetzung von Informations- und Warenströmen fungiert die LogiMAT 2014 damit zugleich als Trendbarometer für die aktuellen Branchenentwicklungen und -lösungen.

„Quo vadis Intralogistik?“ – Die Antworten bietet vom 25. bis 27. Februar die LogiMAT 2014, 12. Internationale Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss. Mehr als 1.000 internationale Aussteller stellen auf 74.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in sechs Hallen des Nord- und Südflügels auf dem Stuttgarter Messegelände innovative Lösungen für das komplexe Zusammenspiel und die intelligente Vernetzung der Informations- und Warenströme vor. Die Messeleitung erwartet in den drei Tagen rund 30.000 Fachbesucher – nahezu die Hälfte von ihnen, so die Erfahrungen vieler Aussteller in den Vorjahren, mit konkreten Investitionsabsichten. Damit ist die LogiMAT nicht nur Europas größte, internationale Intralogistik-Messe mit jährlichem Turnus. Vielmehr wird die LogiMAT von Ausstellern und Fachpublikum als „absolutes Muss“ wahrgenommen. „Die LogiMAT“, so René Holzer, CEO der Gilgen Logistics AG, Oberwangen (CH), stellvertretend für die überwiegende Zahl der Aussteller (s. Anlage), hat sich „definitiv als Leitmesse und Vernetzungstreffpunkt der Intralogistikbranche etabliert“. Tatsächlich wächst die Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss kontinuierlich – faktisch wie auch im Ansehen. Die Messeleitung verzichtet jedoch bewusst auf ein Wachstum um jeden Preis. „Vielmehr setzen wir auf Qualität und Werte“, erklärt Messechef Peter Kazander. „Wir sind und bleiben auf die Intralogistik konzentriert und wollen für Aussteller und Fachbesucher eine vollständige und gleichzeitig kompakte Präsentations- und Informationsplattform sein.“

Gleichwohl: Unter den Staplerherstellern gilt die LogiMAT inzwischen „weltweit als eine der führenden Messen für die Flurförderzeugbranche“ (Ken Dufford, Crown Vice President Europe). Die Messeleitung ist selbstverständlich bemüht, diese Position trotz ihres Engagements in Asien zu halten. „Mit der LogiMAT China, die wir von April an mit noch offenem Turnus in Nanjing veranstalten, wollen wir uns nicht kannibalisieren“, so Kazander. „Unser Interesse ist es vielmehr, der europäischen Intralogistik-Branche und darunter vor allem dem deutschen Mittelstand, eine interessante Plattform zur Präsentation ihrer Lösungen in einem der prosperierenden Zukunftsmärkte zu bieten. Damit eröffnet sich die Möglichkeit zum direkten Vergleich mit Wettbewerbern im asiatischen Raum. Dabei übertragen wir konsequent die bewährten Messemerkmale der LogiMAT, wie zum Beispiel ein erstklassiges Rahmenprogramm, auf die Zielgruppen in der Region Jiangsu, in der 80 Millionen Menschen leben. Sie werden vom 10. bis 12. April 2014 mit überschaubaren Anreisewegen auf der LogiMAT China einen kompakten Branchenüberblick erhalten.“

Doch zurück zur LogiMAT 2014 hier in Stuttgart. Als erster bedeutender Branchentreff des Jahres bietet sie mit ihren Aussteller- und Informationsangeboten von der Beschaffung über die Produktion bis zur Auslieferung auch in diesem Jahr einen vollständigen Marktüberblick über alles, was die Intralogistik-Branche bewegt. Live-Events und insgesamt 23 Fachforen mit mehr als 100 hochkarätigen Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und internationalen Fachmedien bieten den Besuchern Gelegenheit, von Energieeffizienz über Versandlogistik und Verpackungstechnologie bis hin zu den Anforderungen an Technik und Management für die Realisierung von Industrie 4.0, die aktuellen Trendthemen der Intralogistik näher zu vertiefen und sich über Hintergründe und Lösungsansätze zu informieren.

Mit Anbindung des Handelsforums TradeWorld 2014 verknüpft die LogiMAT zudem erstmals direkt die Intralogistik mit der wichtigen Zielgruppe des Handels. Auf dem Handelsforum diskutieren Markenartikelhersteller, Vertreter des stationären Handels und des klassischen Versandhandels, des E-Commerce- und Multichannel-Handels sowie deren Dienstleistungspartner die aktuellen Herausforderungen für die Branche. Dazu widmet die LogiMAT dem Handelsforum eine eigene Vortragsreihe in ihrem begleitenden Informationsprogramm. Das Themenspektrum reicht von „KEP-Dienste – Treiber des E-Commerce“ über „Retourenmanagement“ bis hin zum “Zukunftsforum Handel“.

Die Anbindung des Forums TradeWorld 2014 kommt nicht von ungefähr. Denn über nahezu alle Segmente der Intralogistik hinweg erweist sich der E-Commerce, die zunehmende Verlagerung vom stationären Handel zum Distanzhandel und in das Internet, als gegenwärtig wichtigster Treiber der Produkt- und Lösungsentwicklungen.

Handel und Dienstleister stehen vor den Herausforderungen einerseits die Kundenerwartungen an termintreue Lieferung und den Einsatz von Innovationen zu erfüllen, andererseits Einsparpotenziale und vorhandene Synergien durch koordinierte Zusammenarbeit zu heben. Qualität wird zum wettbewerbsdifferenzierenden Merkmal für die Unternehmen. Überdies weisen viele Handelsunternehmen, insbesondere im Distanzhandel und Retailbereich, einen Investitionsstau auf, der gerade eine Modernisierungswelle auslöst. Entsprechend gut gefüllt sind die Auftragsbücher der Fördertechnik-Hersteller, Systemintegratoren und Software-Anbieter. Viele von ihnen stellen zudem mit ihrem Ausstellungsangebot in diesem Jahr deutlich stärker Lösungsangebote in den Vordergrund, mit denen sie explizit Fragestellungen rund um den Multichannel-Handel thematisieren und entsprechende Lösungen anbieten.

Die jeweiligen Trends spiegeln sich etwa in kleingliedrigen Kommissionierstrukturen für qualitativ hochwertige, fehlerfreie Kommissionierung. So stehen bei den Ausstellern der Fördertechnik in den Hallen 1 und 3 des Nordflügels auf dem Messegelände Automationssysteme im Fokus, die den Anwendern mehr Flexibilität und eine Kommissionierung nach dem Ware-zum-Mann-Prinzip mit hoher Skalierbarkeit hinsichtlich der Kundenwünsche wie auch der künftigen Ausbaufähigkeit bieten. Von einfachen, fahrzeugbasierten Systemen bis hin zu klassischen, vollautomatisierten Kommissioniersystemen sorgen sie in den Prozessen für Kapazitätsverbesserungen, Effizienzsteigerung und Zeitersparnis. Fördertechnik mit sequenzierten, nach Filiallayout optimierten Auslagerungen oder Kommissionierplätze mit Licht- und Bildschirm-Anzeigen für fehlerfreies Multiorder-Picking sind nur einige Beispiele für das aktuelle Lösungsspektrum der Fördertechnik. Dabei gewinnen mit Blick auf den demographischen Wandel und den Fachkräftemangel Themen wie Ergonomie und die Humanisierung des Arbeitsplatzes, etwa durch verringerte Geräuschpegel, zunehmend an Bedeutung. Technologisch setzen die Lösungen immer öfter auf integrierte, leistungsstarke Sensortechnik und Bilderkennungstechnologien.

„Systemtechnisch intensiviert sich mit der zunehmenden Verschmelzung von Shuttle- und Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) sowie der Robotik ein Trend, den wir bereits in den vergangenen Jahren verfolgen konnten“, sagt Kazander. Carrier-Fahrzeuge und Systemangebote für den automatisierten, ungebundenen Transport von Behältern und Paletten im Lager, wie etwa Multishuttles, überwinden die Systemgrenzen. Mit ihnen drängen die Anlagenbauer und Fördertechnikhersteller immer weiter auf Gebiete vor, die ursprünglich den Staplerherstellern vorbehalten waren. Auch bei diesen Geräten, von denen die aktuellen Versionen auf der LogiMAT zu sehen sind, kommen zur Navigation und Ortung leistungsfähige optische Sensoren wie etwa Laserscanner und 3-D-Kamera-Systeme zum Einsatz. Einige von ihnen sind in den Hallen 1, 3, 6 und 8 in Augenschein zu nehmen.

Die Staplerhersteller, die mit 30 Ausstellern in den Hallen 6 und 8 nahezu die gesamte Branche vertreten, arbeiten an Shuttle-Lösungen für effiziente Regalbestückung und optimieren den „Arbeitsplatz Stapler“ hinsichtlich Komfort, Energieeffizienz und Antriebstechnik. Bei den Lagergeräten, die inzwischen von allen führenden Anbietern mit Lithium-Ionen-Akkus angeboten werden, bietet die Integration etwa einer intuitiven Fernbedienung mehr Flexibilität und Effizienz. „Auf der LogiMAT werden überdies Lösungen zu sehen sein, mit denen die Anwender ihre Lagertechnikgeräte nachträglich von konventioneller Batterietechnik auf Lithium-Ionen-Akkus umrüsten können“, erklärt Kazander. „Vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 spielt für die Flurförderzeuge-Hersteller im Bereich der Machine-to-Machine Communication zudem die Vernetzung und Verbindung der Geräte eine zunehmend wichtigere Rolle.“

Immer stärker rücken sie daher Sensoriken zur Messung und Kontrolle von Veränderungen in den Vordergrund ihrer Entwicklungen. Dies schlägt sich gegenwärtig in den Flottenmanagementsystemen und der Geräteausstattung nieder. Assistenzsysteme der Stapler erfassen Markierungen im Lager und lösen entsprechende Fahrbefehle aus. Echtzeitkommunikation mit dem Warenwirtschafts- oder Warehousemanagementsystem realisiert dabei Zeiteinsparungen von bis zu 25 Prozent und eine deutliche Erhöhung der Umschlagsleistung.

Enabler einer Vielzahl der genannten Entwicklungen ist die Software. So haben inzwischen sowohl die Fördertechnik- als auch die Stapler-Hersteller IT-Systeme für die Lagerverwaltung und Gerätesteuerung in ihrem Produktportfolio. Einige von ihnen stellen sich dem Wettbewerb mit den reinen Softwareanbietern mit einem eigenen Messestand in der Halle 5. „Die prägenden Trends im Softwarebereich für die Intralogistik reichen inzwischen über die Lagergrenzen hinaus“, urteilt der Messechef. Die Wertschöpfungsketten werden immer länger und komplexer, die Zahl der Beteiligten und der Vertriebskanäle nimmt zu. In Folge werden die Interaktionen zwischen den Logistikpartnern intensiver. Vor diesem Hintergrund sehen die Marktbeobachter und Systemanbieter die wichtigen Entwicklungsrichtungen der Logistiksoftware darin, dass Prozesse und Abläufe auch über die althergebrachten Grenzen zwischen Lager- und Transportlogistik hinweg ganzheitlich betrachtet, gemanagt und optimiert werden. Mit der integrativen Betrachtung von Lager- und Transportabwicklung und in der standortübergreifenden Optimierung des logistischen Netzwerkes unter Einbeziehung von Logistikdienstleistern und Lieferanten lassen sich bei Ressourceneinsatz und Effizienz noch erhebliche Optimierungspotenziale erschließen.

„Mit ihren Standardsystemen für Warehousing und eine ganzheitliche Gestaltung und Steuerung der Supply Chain zeigen mehrere Software-Anbieter auf der LogiMAT den aktuellen Stand der System-Entwicklungen“, fasst Kazander zusammen. Im operativen WMS-Bereich zielen diese auf eine vertikale Integration, bei der das WMS sowohl administrative Aufgaben aus dem ERP-System, als auch die Materialflusssteuerung übernimmt. Bei der Betrachtung der horizontalen Prozessebenen beginnen die Grenzen zwischen Warehouse Management Systemen und Transport Management Systemen zu verwischen. Angrenzende Funktionen wie ein Dock- und Yard-Management oder Funktionen zur Anbindung von KEP-Dienstleistern oder Funktionen zur Ortung und Navigation von Staplern in Echtzeit werden immer wichtiger. Ziel ist es, Prozesse noch enger zu verzahnen und weiter zu automatisieren. Gleichzeitig soll die Flexibilität und Transparenz gesteigert werden. „Dabei gewinnen die Visualisierung und das Monitoring von Lagerprozessen weiter an Bedeutung“, weiß Kazander. „Die auf der LogiMAT gezeigten, innovativen Lösungen bieten folglich Leitstände, die über die Funktionalität von Informationssystemen hinausgehen und – auch auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets – den direkten Blick ins Lager und eine aktive Steuerung von Ressourcen und Abläufen ermöglichen.“ Die führenden Anbieter präsentieren darüber hinaus IT-Systeme, mit denen sich strategische Fragestellungen zu Standortwahl oder einer multimodalen Netzgestaltung lösen lassen.

Mit dem Messemotto „Intelligent vernetzen – Komplexität beherrschen“, das zeigen die genannten Beispiele, deckt die LogiMAT im Claim wie auch inhaltlich tatsächlich alle Themen ab, die die Intralogistik bewegen – und sie bietet mit ihrem Ausstellerangebot den Besuchern einen dennoch kompakten Überblick über die aktuellen Trends und Lösungen der Branche. Dabei bleibt die LogiMAT mit ihrer konsequenten Branchenzuordnung auf die Hallen die „Messe der kurzen Wege“. „Damit bieten wir Ausstellern und Fachpublikum als Trendbarometer und Informationsplattform auch 2014 wieder den optimalen Rahmen für ein erfolgreiches Messe-Event“, resümiert der Messechef. „Wir freuen uns auf drei spannende Tage voller Diskussion und Information über alles, was die Intralogistikbranche bewegt“.

Quelle: www.logimat-messe.de

 
 
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