MEDICA 2017:
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MEDICA 2017:
Bei der MEDICA MEDICINE + SPORTS CONFERENCE rückt die Zukunft der individualisierten Sportmedizin in den Fokus

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Bei der MEDICA MEDICINE + SPORTS CONFERENCE rückt die Zukunft der individualisierten Sportmedizin in den Fokus
Medica 2017

Spitzensport, Breitensport, Gesundheitssport, Reha und mehr: Sport von der Stange ist out. Sportler und Patienten sind so unterschiedlich, wie es die Menschen sind – und alle wollen entsprechend ihren Ansprüchen, Bedürfnissen und Fähigkeiten gefordert und gefördert werden.

Individualisierung ist auch zentrales Thema aller medizinischen Fachrichtungen. Die Digitalisierung und der Zuwachs an Information über die einzelne Person sowie neue Analysemöglichkeiten eröffnen neue Wege in der Personalisierung der Sportmedizin und damit medizinischen Fortschritt. Die englischsprachige MEDICA MEDICINE + SPORTS CONFERENCE bietet Gelegenheit, sich auch hier auf den neusten Stand der Forschung zu bringen. Mit Zukunftsthemen wie „Latest Innovations in Monitoring Vital Data and Sports Performance“, „Tailored Exercise Programs“, oder „Digitale Innovationen im Breiten- und Spitzensport“ feiert sie am Dienstag und Mittwoch, 14. und 15. November, im Rahmen der weltführenden Medizinmesse MEDICA 2017 in Düsseldorf ihr fünfjähriges Jubiläum. Die Individualisierung der Sportmedizin ist ein roter Faden, der sich durch viele Beiträge zieht.
 

So wird der Gründer des `Sub2hrs´-Marathon-Projekts seinen `360 Monitoring´-Ansatz vorstellen, der Spitzenläufer befähigen soll, die Zwei-Stunden-Marke zu unterbieten. Welche digitalen Tools und Methoden bereits heute für ein umfassendes „Life Management“ im Spitzensport und bald auch im Breitensport verfügbar sind, darauf geht auch Marko Yrjövuroi, Startrainer vieler US-Spitzenathleten ein. adidas stellt in Düsseldorf erstmalig die All Day Fitness-App in Session 1 am Dienstag, 14. November, vor. Sie soll den Nutzer rund um die Uhr begleiten – nicht nur beim individuellen Sportprogramm, sondern auch beim Thema Ernährung, in Ruhephasen oder beim Yoga. Die App stellt somit eine Ergänzung zu gängigen Fitness-Trackern dar und zielt auf die individuelle Unterstützung in einer breiten Bevölkerungsschicht.

Es geht insgesamt um die Zukunft des Sports und der Sportmedizin – und beispielsweise um die Frage: Ist es möglich, den Marathon in einer Zeit unter zwei Stunden zu laufen? „Ja!“, so antwortet Prof. Yannis Pitsiladis von der University of Brighton. Als Mitglied der `Member of Medical and Scientific Commission´ müsste er es wissen. 2:02:57 lautet derzeit die offizielle Bestmarke. Der neue Weltrekord müsste also fast drei Minuten schneller sein – und dies in einer Zeit, in der viele Experten davon ausgehen, dass sich der Leistungssport an der Grenze des physisch Möglichen befindet. Es wird immer schwerer, neue Rekorde aufzustellen.

Ein Marathon in unter zwei Stunden – das soll auch „clean“ gehen
Am Dienstag, 14. November, Session 1, gibt nun der Gründer des sub2hrs-Marathon-Projekts einen Einblick in den Stand der Dinge bei diesem Megaprojekt mit seinen Bausteinen eines multidisziplinären 360-Monitorings von Sportlern. Ein exakter Zeitplan wurde hier zwar nicht veröffentlicht. Aber erklärtes Ziel ist es seit Start des Projektes im Jahre 2014, die 2-Stunden-Grenze binnen fünf Jahren zu knacken. Dabei wird zwar auf alles gesetzt, was erfolgversprechend und machbar ist. Aber Doping gehört nicht dazu. Im Gegenteil: Das SUB2-Projekt versteht sich als „clean running“-Projekt. Alle Athleten werden regelmäßig auf Doping entsprechend den Regeln der World Anti-Doping Agency (WADA) getestet. Während die Macher also keine Garantie geben können, dass sie das sportliche Ziel erreichen, glauben sie, dass das Projekt Vorbild sein kann für künftige sportliche Erfolge. So wird an vielen Stellschrauben gedreht, um individuelle Höchstleistungen zu erreichen, die im bahnbrechenden Rekord münden sollen.

Das Team um Pitsiladis setzt auf moderne Ausstattung, intelligentes Training - und beispielsweise die Individualisierung auf Basis von Data Management sowie Bioinformatik. Die Auswertungen der genetischen Daten, Transkriptomen, Metabolomen, Proteomen und Epigenomen jedes einzelnen Athleten sollen helfen, das Training zu individualisieren. Solche Projekte können sich zu „tailored exercise programs“ rechnen, denen die MEDICA MEDICINE + SPORTS CONFERENCE eine weitere, eigene Session 5 am Mittwoch, 15. November, widmet. Spannende persönliche „Stories“ und die dahinterstehenden Trainingsprogramme sowie deren Ergebnisse gehören hier zum Programm. So berichtet der finnische Freestyle-Skistar Pekka Hyysalo aus eigenem Erleben. Er hatte im Jahr 2010 einen schweren Skiunfall. Der damals 19 Jahre alte Pekka erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und fiel ins Koma. Aus seinem Kampf zurück ins Leben entstand die Organisation `FightBack´, die ihn und andere Sportler unterstützt, die unter den Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas leiden. Pekka arbeitet aktiv in der Organisation mit und teilt seine Trainingsprogramme und die Erkenntnisse mit Betroffenen und deren medizinischen Betreuern. Dieser Kampf zurück ist ein Kampf, der individueller nicht sein kann. Laura Hottenrott, Spitzenathletin auf Mittel- und Langstrecke, wird in Düsseldorf vorstellen, wie sie über die Herzfrequenzvariabilität ihr Ausdauertraining und die Erholungsphasen optimiert.

Wie der Teamarzt in der Bundesliga mitentscheidet
Darüber hinaus geht es um die Nutzung spezifischer Monitoringverfahren direkt am Point of Care (POC) für die optimale Trainingssteuerung von Einzelsportlern. In Deutschland stellt sich für Verletzungen beim Fußball recht häufig die Frage, wann eine Belastung wieder möglich ist. Nach welchen Verfahren erfolgt „Return-to-Activity“ in der Fußball-Bundesliga? Götz Welsch, Teamarzt des Hamburger SV, wird erläutern, wie er darüber entscheidet, wer wieder mitspielen darf. Auch hier gilt es, die Entscheidungen zu „Return-to-Activity“, „Return-to-Play“ und „Return-to-Competition“ personalisiert unter Berücksichtigung der entscheidenden Kriterien zu treffen.

Die Frage, wann man einen Spieler herausnehmen muss und wann nicht, ist auch Thema zuvor am Mittwoch, 15. November, in Session 4, bei der die neuesten Innovationen zum Monitoring von Vital- und Leistungsdaten vorgestellt werden. So sind Kopfverletzungen in vielen Sportarten immer noch eine häufig unterschätzte Gefahr – und manchmal stellt sich erst am Tag nach dem Unfall heraus, wie schwer die Verletzung wirklich war: „Es fehlt an fundierter Sensibilisierung für dieses Thema bei Sportlern, Trainern und Ärzten und es gibt bislang keine einheitliche Definition des Begriffs Concussion“, beschreibt Prof. Claus Reinsberger von der Universität Paderborn einige der Defizite im Umgang mit Schädelhirnverletzungen. Klar ist, dass für die Beurteilung von möglichen Schädigungen des Gehirns eine standardisierte Diagnostik und situationsgerechte Behandlungsabläufe notwendig sind. Dabei müssen auch die Auswirkungen auf Spätfolgen im Blick bleiben. Bislang verlässt man sich bei der schnellen Diagnostik am Spielfeldrand weitgehend auf den Pupillenreflex. Reinsberger will in seinem Vortrag eine neue, sicherere Diagnostik darlegen: „Assessing Concussed Brains Between Clinic And Technology“ ist der Titel seines Vortrags. Die Zukunft des Spitzen- und auch des Breitensports kann von derartigen innovativen Ansätzen einer präzisen Medizin profitieren. So erläutert Prof. Wilhelm Bloch die Bedeutung einer Analytik in Echtzeit am Point-of-Care – und der darauf basierenden individuellen schnellen Anpassung der sportlichen Belastung und der medizinischen Betreuung des Individuums. Auch der Schlaf beeinflusst die persönliche Leitungsfähigkeit. In Session 4 am Mittwoch, 15. November, wird Raija Laukkanen, wissenschaftliche Leiterin von Polar die Bedeutung des Schlafs für Regeneration, Verletzungsprävention und sportliche Leistung behandeln sowie Methoden zur Analyse des Schlafverhaltens vorstellen.

Digitale Neuheiten für Sportmedizin, Spitzen- und Breitensport
Digitale Innovationen für die Sportmedizin und den Spitzen- und Breitensport werden in der Session 6 am Mittwochnachmittag vorgestellt, die erstmalig auch für alle Fachbesucher der MEDICA ohne Konferenzticket geöffnet sein wird. Schlaglichtartig werden hier Innovationen vorgestellt. Da kann auch der Trainer im Laiensport profitieren, wenn der Sportarzt weiter weg ist – zum Beispiel indem er sieht, welcher Spieler wieviel gelaufen ist. In Düsseldorf sind dabei: ein `Smart Running Coach´ basierend auf biomechanischen Daten, innovative Gaming-Technologien für Ballsportarten, Wearables für Regeneration und Rückentraining, neue Methoden für die Echtzeitanalyse von Herzrhythmusstörungen, stretchbare Elektronik für die hochpräzise Kraft- und Leistungsmessung sowie Lösungen für das Corporate Fitness Management.

Vielleicht wird es ja irgendwann vermehrt dazu kommen, dass Sport per Rezept verordnet wird. Denn: Galt früher „Ruhe als oberstes Gebot“ für den kranken Patienten, wird in Bezug auf immer mehr Diagnosen auf Basis wichtiger Erkenntnisse aus der Sportmedizin umgedacht. Wohl dosierte Aktivität wird als wichtiger Faktor der Genesung in vielen Behandlungsfällen anerkannt. Das gilt nicht nur für psychische Erkrankungen oder für Demenz, sondern selbst für Herz-Kreislauf-Krankheiten oder für zahlreiche Fälle von Krebs. Und dieser Trend ist länderübergreifend zu beobachten. „Exercise Prescription for Health in Practise – a Common European Project“ lautet der Titel eines Vortrags von Prof. Petra Zupet, Präsidentin der slowenischen Sports Medicine Association. Dies zeigt einmal mehr, dass Lerneffekte durch den Austausch von Spitzensport, Gesundheitssport und Reha auf der Agenda der diesjährigen MEDICA MEDICINE + SPORTS CONFERENCE ganz oben stehen.

Die MEDICA MEDICINE + SPORTS CONFERENCE bringt international renommierte Sportmediziner, Visionäre, Physiotherapeuten, Sport Techies, Industrie und Experten zum interdisziplinären Dialog über innovative Ansätze in Prävention, Regeneration und Rehabilitation zusammen. Die Macher dieser stetig wachsenden Plattform vernetzen mittlerweile ganzjährig führende Köpfe der Sportmedizin mit der Industrie. Auch im MEDICA-Messegeschehen wird sich dies in 2017 bemerkbar machen. In Halle 4, Stand F25, stehen die größten Sportmedizinvereinigungen der Welt auch außerhalb des Kongresszentrums für den Start neuer Kooperationen und zum Dialog bereit.

Guided Innovation Tour führt Konferenzteilnehmer zu den Neuheiten
Auf der Guided Innovation Tour erhalten die Teilnehmer der Konferenz einen Einblick in neuste Entwicklungen der MEDICA-Aussteller. In diesem Jahr stehen u. a. die computerbasierten Bewegungsprogramme von HUR auf dem Programm. Nach Eingabe der Nutzer ID passen die Geräte die Größe, die Leistungsstufe und das Programm an die jeweilige Person an. Wenn noch keine Information zum Nutzer vorliegt, kann das HUR SmartTouch Gerät auch die erforderlichen Eingangstests durchführen. Personalisiertes Krafttraining für Diabetes, Hypertonie, Herz-/Kreislauferkrankungen und Sturzprävention, sowie für die Rehabilitation von Knie- und Hüftoperationen stehen auf dem Programm. Weitere Station der Guided Innovation Tour ist Hocoma aus der Schweiz mit Lösungen und modernsten Technologien für die funktionelle Bewegungstherapie entlang des gesamten Kontinuums der Rehabilitation. Auf der WT Wearable Technologies Show können die Teilnehmer die neusten tragbaren Lösungen für Vitaldaten- und Leistungsmonitoring und Bewegungsanalyse testen.

Alle Informationen zur MEDICA MEDICINE + SPORTS CONFERENCE sind online abrufbar unter: http://www.medica.de/msc1.

 

Bild & Text: medica.de

 

 
 
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