MOULDING EXPO 2017:
Die Werkzeug-, Modell- und Formenbauer haben ein Zuhause ...

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MOULDING EXPO 2017:
Die Werkzeug-, Modell- und Formenbauer haben ein Zuhause

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Die Werkzeug-, Modell- und Formenbauer haben ein Zuhause
Moulding Expo 2017

763 Aussteller, 14.000 Besucher: Die Moulding Expo etabliert sich mit der 2. Auflage als internationaler Marktplatz einer innovativen Branche

Die Premiere 2015 war schon ein Erfolg, aber die zweite Moulding Expo (MEX) vom 31. Mai bis zum 2. Juni 2017 auf dem Stuttgarter Messegelände hebt das Erfolgskonzept auf die nächste Stufe. Mit 763 Ausstellern, die mehr als 14.000 Besucher aus ganz Deutschland, Europa und vielen anderen Ländern der Welt nach Stuttgart lockten, etabliert sich die Messe als wichtigster europäischer Branchentreffpunkt des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus. 39 % der Aussteller kamen direkt aus diesem Kernbereich. Zusätzlich präsentierten sich alle bedeutenden Zulieferer des Metiers. Damit unterstreicht die MEX ihren Status als Messe von der Branche für die Branche.

Stuttgart präsentierte sich als perfekte Bühne für die Themen der Branche
Thomas Seul, Präsident des VDWF: „Die MEX ist von einem ganz besonderen ‚Spirit’ geprägt. Die Strahlkraft der Messe in die Branche ist beachtlich. Die Werkzeugmacher sind nach Stuttgart gekommen und haben sich auf ihrem Marktplatz präsentiert.“ Hier gewinnen die Unternehmen den optimalen Überblick für die Innovationen, Trends und Entwicklungen in ihrem Marktumfeld. Der Messestandort Stuttgart ist dafür prädestiniert. In der Region um die baden-württembergische Landeshauptstadt herrscht die höchste Industriedichte Deutschlands und Europas. Sie beherbergt zudem eines der produktivsten Werkzeug-, Modell- und Formenbau-Cluster weltweit. Gleichzeitig findet man im Süden Deutschlands eine Vielzahl an klassischen Anwenderindustrien, wie z. B. kunststoff- und metallverarbeitende Unternehmen und Automobilzulieferer.

Im zunehmend internationalen Austausch auf der Moulding Expo entsteht Inspiration für Innovation und das notwendige Netzwerk der Zusammenarbeit für den Erfolg der Branche. Ulrich Kromer von Baerle, Sprecher der Geschäftsführung und Geschäftsführer der Messe Stuttgart: „Die zweite MEX war eine Demonstration dessen, was der europäische und insbesondere der deutsche Hightech-Werkzeug-, Modell- und Formenbau in der Lage ist zu leisten.“ Auch in diesem Jahr sei es den Messe-Organisatoren gelungen, der Moulding Expo bei aller Größe und Internationalität eine unverwechselbare Wohlfühlatmosphäre zu verleihen, in der sich Aussteller und Besucher gleichermaßen zu Hause fühlten.

Die prägenden Themen und Trends an den vier Messetagen waren eindeutig: Nichts beschäftigt die Unternehmen der Branche so sehr wie die Digitalisierung, die besonders mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen stellt. Damit stark verbunden ist auch die zunehmende Internationalisierung der Geschäftsprozesse. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte bei seinem Messerundgang den „beeindruckenden Tüftler- und Erfindergeist“ des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus und sprach den Unternehmen Mut zu auf dem Weg in die digitale Zukunft. „Es ist einfacher, IT an unsere Industriewelt anzudocken als umgekehrt. Ich weiß: Die Werkzeug-, Modell- und Formenbauer müssen sich dazu gewaltig nach der Decke strecken, aber das werden sie auch tun.“

Auf der MEX präsentierten sich in den Reihen der Aussteller viele wichtige Unternehmen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen Schlüsselpositionen bei der Digitalisierung einnehmen. Auch konnten sich die Fachbesucher ein umfassendes Bild von den generativen Technologien machen, die derzeit die ganze Branche verändern und sich darüber informieren, wie sich 3D-Technik und additive Fertigungsverfahren in ihre eigenen Prozessketten integrieren lassen. Florian Niethammer, Teamleiter der Moulding Expo bei der Messe Stuttgart: „Viele Messebesucher kamen mit konkreten Anforderungen, sogar mit Projektzeichnungen, um vor Ort mit Ausstellern ihre Anliegen und Probleme besprechen zu können. Es wurde intensiv diskutiert und Projekte wurden auch gleich konkretisiert. Das ist etwas Besonderes.“

Aussteller wie Besucher bewerten die MEX gleichermaßen positiv
„Mitten im Markt“ lautet das Motto der Messe Stuttgart. Aus Sicht der ausstellenden Unternehmen war das nicht zu viel versprochen. Sie sehen in der MEX die perfekte Bühne für die Branche und gaben durchweg gute Noten. Einhellig wird von guten, langen Geschäftsgesprächen berichtet. Franz Tschacha von Deckerform aus Aichach sieht in der MEX eine „Vertriebs- und Verkaufsmesse deutscher Werkzeugmacher, die zu Recht selbstbewusst auftreten kann“. Jörg Vetter (Hermann Hauff, Pforzheim) empfindet die Veranstaltung als „vollends auf den Punkt getroffen“ und Andreas Sutter (Meusburger, Wolfurt/Österreich) urteilt: „Auf der MEX herrschte eine super Stimmung, die gar nicht mehr zu verbessern ist.“ Die konzentrierte und produktive Atmosphäre der Moulding Expo spiegelt sich in den Ergebnissen der offiziellen Befragung unter Ausstellern und Fachbesuchern wider.

Überzeugt waren die Aussteller insgesamt von der hervorragenden Organisation und der inhaltlichen Qualität der MEX; für die Qualität der Fachbesucher vergaben sie die Durchschnittsnote 2,0. Stellvertretend für eine Vielzahl an Zulieferbetrieben resümiert Isabell Oerder, zuständig für Marketing und Kommunikation von NCSimul beim Softwareentwickler der Spring Technologies GmbH: „Was uns sehr gut an der Messe gefallen hat, war die durchmischte Hallenplanung, wo Software, Steuerungen und Maschinen zusammen positioniert und nicht voneinander getrennt wurden. Mit Industrie 4.0 bewegen wir uns zunehmend in Richtung ganzheitlicher Lösungsansätze – und das ist sowohl für Aussteller als auch für Besucher positiv.“

Deswegen sind sich die Teilnehmer sicher, dass die Relevanz der MEX für die Branche in Zukunft weiter zunehmen wird. Überwältigend ist auch der Zuspruch beim Fachpublikum: Von den über 14.000 Besuchern empfehlen 83 % die Messe weiter, 93 % von ihnen wissen jetzt schon, dass sie bei der dritten Auflage 2019 wieder zu den Besuchern zählen werden. Markus Heseding erklärt: „Bei der MEX war die hohe Qualität und die Verweildauer des Publikums auffallend.“ Der Geschäftsführer des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA hebt die zahlreichen Begleitveranstaltungen, wie beispielsweise die geführten Messerundgänge für die Teilnehmer des parallel auf dem Messegelände stattfindenden Einkäuferforums des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME), als „ideale Synergie“ hervor.

Treffpunkt eines internationalen Branchennetzwerks
Eine wichtige Aufgabe, die dem MEX-Team von den Beiräten aufgegeben wurde, war, die Internationalität zu steigern. „Hier sind wir auf einem guten Weg“, sagt Niethammer. „Die Unternehmen, in denen die Besucher tätig sind, stammen aus Europa und der ganzen Welt.“ 31 % der Aussteller kamen aus dem Ausland – ein Plus von 7 Prozentpunkten. Und auch der internationale Anteil der Besucher wuchs von 11 % auf 14 %. VDW-Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer zeigt sich erfreut über diese Entwicklung: „Die Vielzahl der ausländischen Gemeinschaftsstände und das steigende Besucherinteresse bestätigen die Marktpositionierung der Messe!“ Die knapp 2000 ausländischen Gäste reisten aus 52 Ländern nach Stuttgart: Besucher aus Österreich (15 %) und der Schweiz (13 %) bildeten dabei die Spitze, gefolgt von Gästen aus Italien (10 %), der Türkei (7%) und Tschechien (6 %).

„Interessierte aus der ganzen Welt haben sich die Moulding Expo aus nächster Nähe angeschaut“, sagt Florian Niethammer. „Die Delegationen der Fachverbände aus Estland, Frankreich, Japan, Spanien, der Türkei, Kroatien oder aus den USA konnten Kontakte knüpfen und wurden mit wertvollen Informationen versorgt.“ Neben geführten Rundgängen über die Messe gab es beispielsweise eine Werksführung mit Schwerpunkt Press- und Toolshop bei Mercedes-Benz in Sindelfingen. Niethammer betont dabei die erfolgreiche Partnerschaft mit dem Weltverband, der International Special Tooling and Machining Association (ISTMA), der sich erstmals auf der Messe präsentierte. Verbandspräsident Bob Williamson unterstreicht die Wichtigkeit der Moulding Expo als internationalen Treffpunkt: „Nicht nur die deutschen Werkzeug-, Modell- und Formenbauer treffen sich hier in Stuttgart, sondern Unternehmer aus der ganzen Welt. Wenn man in der Branche erfolgreich sein möchte, muss man kommunizieren – auch mit möglichen Mitbewerbern im Markt.“ Und genau diese „positive Co-Opposition", wie es Williamson bezeichnete, sei auf der MEX an allen Orten zu beobachten und zu spüren gewesen.

Theoretische und praktische Highlights im umfangreichen Rahmenprogramm Aktuell und kompakt: Hochkarätige Referenten gaben Einblicke in die wichtigen Entwicklungen aus der Welt der Werkzeug-, Modell- und Formenbauer. „Die Seminare, Vorträge oder Workshops waren ein idealer Treffpunkt, um sich auszutauschen, weiterzubilden und um konstruktiv über Fachthemen zu diskutieren. Hier kamen Experten aus verschiedensten Geschäftsfeldern der Branche zusammen“, erklärt Florian Niethammer.

Ein weiteres Highlight war auch die MEX-Sonderausstellung zur Nachwuchsförderung mit umfassenden Informationen zu Aus- und Weiterbildung. „Ich bin sehr zufrieden und dankbar für dieses Event und ganz besonders freue ich mich über das positive Feedback zum Nachwuchsforum“, sagt Peter Gärtner von der Informationsstelle für Unternehmensführung im BVMF. Unter dem Motto „Bring Deine Zukunft in Form!“ präsentierten die Branchenverbände die wichtigsten Ausbildungsberufe des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus. Schulklassen tauschten sich direkt mit Ausbildern und Auszubildenden aus und lernten bei geführten Touren die Arbeitsfelder in der Branche kennen.

Nicht nur für die Berufseinsteiger, sondern für alle Messebesucher faszinierend waren zudem die Live-Produktionsprozesse der Messe-Give-aways, des Essbestecks „3-2-eat!“ bzw. des Lernbauteils „Polyman“ oder auch die Darstellung der Prozesskette Kunststoffbearbeitung des Innonets. „Das war Werkzeug-, Modell- und Formenbau zum Anfassen“, resümiert Messechef Ulrich Kromer von Baerle.

Ausblick: Nach der MEX ist vor der MEX
Kaum haben sich die Tore der Messe Stuttgart hinter der MEX 2017 geschlossen, da beginnen auch schon die Vorbereitungen für die dritte Auflage. Die Messemacher haben sich vorgenommen, die Moulding Expo als europäische Leitmesse für die Branche weiter zu etablieren. „Wir freuen uns, dass unsere noch junge Messe schon jetzt fest im Kalender der europäischen Werkzeug-, Modell- und Formenbauer eingetragen ist“, sagt Ulrich Kromer von Baerle und legt auch gleich die nächsten Schritte fest: „Die MEX 2017 hat uns darin bestärkt, gemeinsam mit der Branche auf dem richtigen Weg zu sein. Messe machen bedeutet für uns aber auch, sich immer weiter zu entwickeln und zu lernen. Wir werden uns also im Herbst mit dem Beirat zusammensetzen und die Themenschwerpunkte sowie auch den Termin der Moulding Expo 2019 festlegen.“

Die Zahlen zur Moulding Expo 2017 im Überblick:

Die Aussteller:

763 Unternehmen, davon 530 aus Deutschland und 233 aus dem Ausland, verteilten sich auf einer Netto-Ausstellungsfläche von 21.620 m² (brutto 42.000 m²). 61 % der Aussteller bewerteten die Moulding Expo 2017 insgesamt als gut oder sehr gut. 94 % bewerten den Standort Baden-Württemberg als gut oder sehr gut (Durchschnittsnote 1,6).

Das Messeangebot:
Werkzeug-, Modell- und Formenbau (39 %)
Lohn- oder Auftragsfertigung und Dienstleitung (25 %)
Werkzeugmaschinen, Messtechnik und Sondermaschinen (24 %)
Komponenten und Zubehör (19 %)
Software (13 %)
Anlagen für die additive Fertigung (3 %)

Die Fachbesucher:
14.015 Besucher, 14 % davon dem Ausland. 84 % der Besucher bewerteten die Moulding Expo 2017 insgesamt als gut oder sehr gut. Zu 93 % besteht eine Wiederbesuchsabsicht. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 5 Stunden bzw. 1,3 Tage.

Die Besucher reisten aus 52 Ländern an. Spitzenreiter waren:
Österreich (15 %)
Schweiz (13 %)
Italien (10 %)
Türkei (7 %)
Tschechien (6%)
Frankreich (5 %)
Portugal (5 %)

Wirtschaftszweige der Besucher:
Industrie (73 %)
Handwerk (14 %)
Dienstleistung (11 %)
Universität, Fachhochschule, Berufsschule (6 %)
Handel (5 %)
Schulung, Beratung (3 %)
Behörden, öffentlicher Dienst, Verbände (2 %)

Die Branchen der Besucher:
Automobil- und Automobilzulieferindustrie (41 %)
Werkzeug- und Formenbau (29 %)
Maschinen- und Anlagenbau (23 %)
Kunststoffindustrie (15 %)
Modell- und Prototypenbau (11 %)
Metallbe-, -verarbeitung und Erzeugung (11 %)

Die Besucher gehen folgenden Aufgabengebieten nach:
Fertigung, Produktion (18 %)
Entwicklung (14 %)
Geschäfts-, Unternehmens-, Betriebsleitung (10 %)
Konstruktion (11 %)
Verkauf und Vertrieb (12 %)

75 % der Besucher gaben an, Einfluss auf Einkaufs- bzw. auf Beschaffungsentscheidungen zu haben.

Investitions- bzw. Kaufabsichten der Besucher (Mehrfachnennungen möglich):
in den nächsten 6 Monaten (46 %)
in den nächsten 12 Monaten (26 %)
in den nächsten 24 Monaten (17 %)
auf der Messe (7 %)
in den nächsten 18 Monaten (6 %)

 

Bild & Text: messe-stuttgart.de/moulding-expo

 

 
 
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