SMM 2018:
Grüne Schifffahrt auf dem Vormarsch ...

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SMM 2018:
Grüne Schifffahrt auf dem Vormarsch

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Grüne Schifffahrt auf dem Vormarsch

SMM 2018

Wirksames Ballastwasser-Management und ein niedrigerer Grenzwert für Schwefel im Treibstoff: Strengere Umweltauflagen zwingen die Schifffahrt zum Handeln. Auf der SMM 2018 präsentieren Unternehmen zukunftssichere Technologien. Beim begleitenden Fachkongress global maritime environmental congress (gmec) diskutieren Experten die Herausforderungen und Chancen für die Branche. Eine neue Themen-Route bringt die Besucher zielgerichtet zu den Aussteller-Highlights im Bereich Kreuzfahrt.

Der Countdown läuft: Ab 1. Januar 2020 gilt die niedrige 0,5 Prozent-Grenze für den Schwefelanteil im Schiffsbrennstoff. „Es gibt keine Umkehr. Der niedrigere Schwefel-Grenzwert wird signifikant positive Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit haben – besonders für Menschen, die in Hafenstädten und Küstenregionen leben“, sagte IMO-Generalsekretär Kitack Lim Anfang Februar bei der Tagung des IMO-Unterausschusses für Umwelt. Eine Möglichkeit diese Vorgabe zu erfüllen ist LNG: Laut SMM Maritime Industry Report (MIR) ziehen bereits 44 Prozent der Reeder Flüssigerdgas als Brennstoff für ihre Neuanschaffungen in Erwägung. Welche anderen Optionen es für die Branche gibt, wird auf der SMM 2018, der Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft, in Hamburg diskutiert.

LNG als saubere Alternative
Weltweit stehen die Reedereien vor richtungsweisenden Entscheidungen: Wird es ausreichend schwefelarmen Treibstoff zu angemessenen Preisen geben? Lohnt sich der Einbau eines Scrubbers zur Abgasreinigung? Oder ist es besser, gleich auf LNG zu setzen? Diese Fragen diskutieren auch die Experten beim global maritime environmental congress (gmec), der am 5. September im Rahmen der SMM stattfinden wird. Wie sich die Industrie am besten auf aktuelle Regularien einstellt und für künftige wappnet, erläutert u.a. Katharine Palmer, Global Sustainability Managerin bei der Klassifikationsgesellschaft Lloyd’s Register. In der Halle A5, die dem Themenfeld „Green Propulsion“ gewidmet ist und LNG, Hybrid- und Dual Fuel Technologien in den Fokus rückt, finden Entscheidungsträger entsprechende Beratungsangebote und technische Lösungen.

In Sachen Ballastwassermanagement (BWM) hat die IMO den Reedereien noch eine Übergangsfrist gewährt: Die Branche arbeitet derweil mit Hochdruck daran, die 2017 in Kraft getretene BWM-Konvention umzusetzen. Dabei geht es um Investitionen in Milliardenhöhe. Das US-Marktforschungsunternehmen Stratistics MRC prognostiziert in einer Studie für den globalen Ballastwassermanagement-Markt bis 2026 eine Wachstumsrate von knapp 40 Prozent – pro Jahr.

Welche Systeme für welchen Schiffstyp geeignet sind und sowohl die IMO-Regeln als auch die strengen Vorgaben der US-Küstenwache erfüllen, diskutieren beim gmec-Panel unter anderem Debra DiCianna vom amerikanischen Beratungsunternehmen Choice Ballast Systems, Tim Wilkins, Umweltdirektor beim internationalen Tankreedereiverband Intertanko und Stamatis Fradelos, Principal Engineer, Operational Environmental Performance (OEP) Team, ABS.

Auf der SMM können sich Besucher mit den technischen Lösungen der relevanten Unternehmen aus aller Welt vertraut machen. „Zahlreiche Hersteller berichten bereits im Vorfeld der SMM von neuen Auftragsrekorden“, sagt Claus Ulrich Selbach, Bereichsleiter Maritime und Technologiemessen bei der Hamburg Messe und Congress GmbH. Für schnelle Wege zu den zahlreichen Aussteller-Highlights sorgen die passenden Themenrouten auf der SMM „Neu im Programm ist die Cruise & Ferry Route“, sagt Selbach. „Vom Maschinenraum über die Brücke bis hin zur Kabinenausstattung: Hier finden Besucher alles, was sie für den modernen Kreuzfahrtschiffbau brauchen.“

Kreuzfahrtbranche: Pionier bei Nachhaltigkeit
In puncto Umwelt ist die Kreuzfahrtbranche schon einen Schritt weiter als andere Schifffahrtssparten. Das ist einerseits dem gestiegenen Nachhaltigkeitsbewusstsein der Passagiere geschuldet, andererseits den teilweise hochsensiblen Fahrtgebieten, in denen die Schiffe unterwegs sind. Erklärtes Ziel der Branche ist es, die Auswirkungen der Reise auf die Meeresumwelt, aber auch auf Küstenregionen so gering wie möglich zu halten. Auch hier spielt LNG als Schiffstreibstoff eine Schlüsselrolle. So hat AIDA Cruises vor wenigen Wochen bei der Meyer Werft ein drittes Kreuzfahrtschiff mit LNG-Technologie geordert. Die japanische NGO „Peace Boat“ setzt bei ihrem Vorzeige-Projekt „Ecoship“ ebenfalls auf LNG. Zusätzlich zum Dual-Fuel-Motor wird das Schiff mit zehn einfahrbaren Photovoltaik-Segeln und Wind-Generatoren sowie 6.000 m2 Solar-Panels ausgestattet. Nähere Informationen zum potenziell grünsten Kreuzfahrtschiff aller Zeiten gibt es ebenfalls in der Halle A5.

Unter der Leitung des amtierenden Generalsekretärs des Verbands der europäischen Kreuzfahrtindustrie (CLIA Europe), Andreas Chrysostomou, beleuchtet eine gmec-Diskussionsrunde die Vorreiterrolle der Cruiser in Sachen Umweltschutz. Mit von der Partie sind u.a. Bud Darr, Top-Manager bei der Kreuzfahrtreederei MSC, Lex Nijsen, Leiter Vier-Takt-Aggregate beim Schiffsmotorenhersteller MAN Diesel & Turbo, Rolf Sandvik, CEO bei The Fjords und Jan-Erik Rasanen, Head of New Technologies beim finnischen Ingenieurdienstleister Foreship.

Der diesjährige gmec findet am 5. September statt. Unterstützung erhält das Konferenz-Team erneut vom Kooperationspartner Seatrade. „Auch dieses Jahr ist es uns gelungen, renommierte Fachleute aus aller Welt für die SMM zu gewinnen“, sagt Mary Bond, Managing Director Publishing and Content bei Seatrade. „Die Teilnehmer dürfen gespannt sein auf interessante Diskussionen und innovative Lösungen, die die Schifffahrt Schritt für Schritt noch sauberer machen.“

Weitere Informationen zur grünen Fachkonferenz unter: www.smm-hamburg.com/konferenzen/gmec/

 

Bild & Text: smm-hamburg.com

 

 
 
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