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Tube 2014: High-Tech-Produkt mit Erfolgsgarantie

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14.01.2014

Ohne Rohre aus Kunststoff sind Trinkwasser- und Abwasserleitungen heute nicht mehr vorstellbar. Aber auch im industriellen Sektor sind sie auf dem Vormarsch. Bei der Tube vom 7. bis 11. April 2014 spielen Kunststoffrohre wieder eine große Rolle.

Ein kurzer Blick zurück zeigt, wie rasant die Entwicklung bei den Kunststoffrohren verlief. Und dabei liegen die Anfänge erst 60 Jahre zurück. Die ersten Rohre mit diesem Werkstoff wurden damals im Industriepark Höchst in Frankfurt am Main verlegt. Seitdem eroberten sie die Märkte. Und noch immer gibt es ein großes Wachstumspotenzial.

Steigende Absatzzahlen
Wichtigster Absatzmarkt war 2012 Deutschland mit einem Anteil von rund 13,5 Prozent am europaweiten Verbrauch, gefolgt von Russland, der Türkei, Frankreich und Italien.

Deutschland als wichtiger Produzent von Kunststoffrohren verzeichnet schon seit vielen Jahren steigende Absatzzahlen: So hat die Fertigung von Kunststoffrohrsystemen stetig zugenommen, resümiert der Kunststoffrohrverband e.V. (KRV). Betrug sie 2002 noch jährlich 555.000 Tonnen, lag sie 2012 bei 741.000 Tonnen. Dies bedeutet einen jahresdurchschnittlichen Produktionszuwachs von 3,4 Prozent.

Der Verband geht davon aus, dass der größte Anteil der Kunststoffrohrproduktion mit 50,7 Prozent auf die Entsorgung entfällt. Es folgen die Bereiche Kabelschutzrohre, erdverlegte Kunststoffrohrsysteme für die Trinkwasserversorgung und schließlich die Gasversorgung.

Auf Trinkwasser ist Verlass
Ein Blick auf die einzelnen Branchen zeigt, dass auf den Trinkwasserbereich stets Verlass ist: Ungebrochen stark dürstet es die Branche nach Kunststoffrohren, wie die Zahlen des KRV belegen. 56 Prozent bzw. 8.000 Kilometer entfielen 2012 bei Ausschreibungen auf Kunststoffrohre. Damit ließen sie etwa Gussrohre mit 13,7 Prozent deutlich hinter sich. Als besonders gefragt erwiesen sich Kunststoffrohre bei Nennweiten von DN50 bis DN200, vor allem bei der Versorgung, Kabelschutzleitung und Grundstücksentwässerung. Hiermit stachen sie Rohrwerkstoffe wie Beton und Steinzeug aus. Auch bei DN300 überzeugten Kunststoffrohre die Anwender. 32 Prozent entschieden sich für sie, traditionelle Werkstoffe hatten mit 24,9 Prozent das Nachsehen.

„Verschiebung zum Kunststoff“
Auch bei Schmutzwasseranwendungen werden zunehmend Kunststoffrohre eingesetzt. Abwasser- und Kanalnetze stellen in Deutschland den größten Markt dar – Tendenz steigend. Bei Gebäudeentwässerung, Grundstücksentwässerung und öffentlicher Kanalisation findet „eine erkennbare Verschiebung von den ‚traditionellen‘ Werkstoffen hin zum Kunststoff“ statt, stellt der KRV fest. Der Anteil an der Gesamtmenge kletterte 2012 um 13,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was eine Länge von 30 Prozent ausmacht. Vor allem bei Nennweiten von DN100 bis DN250 werden Kunststoffrohre nachgefragt.

Hochbau als Impulsgeber
Größter Impulsgeber im Baugewerbe ist der Hochbau. Vor allem Wohnungsbau und gewerblicher Hochbau kurbelten die Auftragslage an. „Der Wertindex für den Hochbau stieg innerhalb von drei Jahren um 26 Punkte auf den Wert von 132,7“, bilanziert der KRV. Rückläufig sei dagegen seit 2010 der öffentliche Hochbau.

Zunehmend strecken die Kunststoffrohrhersteller und -händler ihre Fühler nach der industriellen Anwendung aus, die für sie bisher volumenmäßig eher ein kleines Marktsegment darstellt. Die Befürworter von Kunststoffrohren sehen als Gründe für den zunehmenden Bedarf Eigenschaften wie Energieeffizienz, Beständigkeit, ideale Thermomechanik, Sicherheit, geringeres Gewicht, grabenlose Verlegetechniken und die hohe individuelle Anwendbarkeit bei Kunststoffrohren. Wichtig seien die stetigen Weiterentwicklungen bei den Halbzeugen und Compoundern, „die neue, innovative Produktangebote ermöglichen“, erklärt der KRV.

Die Chemie stimmt
Erfolgreich sind Kunststoffrohre in der chemischen Prozessindustrie: Den steigenden Bedarf führt der KRV hier auf die „große Materialvielfalt und außergewöhnlich gute chemische Beständigkeit“ gegenüber verschiedensten Medien zurück. „Nach heutiger Erkenntnis können Kunststoffrohrsysteme im chemischen Anlagenbau für die Durchleitung praktisch aller Chemikalien bei Betriebstemperaturen von 100 ̊C und darüber hinaus eingesetzt werden“, so der KRV.

Die Beanspruchung in der Chemieanwendung ist natürlich hoch. Hersteller von Kunststoffrohren antworten mit einer großen Vielfalt an unterschiedlichen Polymermaterialien. Thermo- und Duroplaste kommen insbesondere im Rohrleitungsbau zum Einsatz, Elastomere dagegen als Dichtungssysteme.

Ein näherer Blick auf die Polymere zeigt ihre Wirksamkeit. Ein hoher Korrosionswiderstand und ein geringes Gewicht kennzeichnen Thermoplaste. „Aufgrund ihrer sehr guten Langzeiteigenschaften bei erhöhten Temperaturen sowie ihres hohen Widerstandes gegen Chemikalien“, böten sie dem Anwender „einen hohen Nutzen, bei gleichzeitig guter Kostenposition“, betont der KRV. Auch Duroplaste wissen zu überzeugen. Duroplastische Reaktionsharzsysteme verfügen über eine „sehr hohe Temperaturbeständigkeit, Festigkeit und Steifigkeit.“

Schutz in der Tiefsee
Auch für die Ölförderung werden zunehmend Kunststoffrohre verlegt. So wird bereits bei mobilen Plattformen in der Nordsee, aber auch vor der brasilianischen Küste, vor Westafrika und Australien auf flexible Leitungen gesetzt. „Diese müssen von außen vor der Korrosion durch Meerwasser und von innen vor Schäden durch Öl, Gas und Wasser geschützt sein“, erläutert Evonik Industries, das für diese Leitungen ein Polyamid-Produkt entwickelte. Der Kunststoff sorge dafür, dass die Rohre dicht seien, der Stahlanteil an den Rohren diene lediglich der Verstärkung. Der Kunststoff soll dem Salzwasser und den im Öl enthaltenen chemischen Verbindungen standhalten. Von außen schützt eine weitere Kunststoffschicht den Stahl vor Rost durch Meerwasser.

Das vergleichsweise geringe Gewicht des Kunststoffs soll auch für extreme Tiefen von über 2.500 Metern ins Spiel kommen. Gemeinsam mit dem Pipelinehersteller Airborne aus den Niederlanden hat Evonik Industries ein leichtgewichtiges Composite-Rohr entwickelt, das komplett aus dem neuen Polyamid-Produkt des deutschen Chemieunternehmens besteht und mit Glasfaser verstärkt wurde. 2014, so Evonik, „will der malaysische Mineralölkonzern Petronas die Offshore-Rohre ganz ohne Stahl verlegen.“

Nachhaltig
Auch bei der Nachhaltigkeit punkten laut KRV Kunststoffrohre. Kunststoffprodukte verbräuchten weniger Energie als Alternativprodukte. Eine Substitution von Kunststoffprodukten durch andere Materialien würde rund 57 Prozent mehr Energie erfordern, als heute während des gesamten Lebenszyklus aller Kunststoffprodukte verbraucht werde. Außerdem würde der Ersatz durch andere Materialien in den meisten Fällen auch den Ausstoß von Treibhausgasen erhöhen. Kunststoffe, so der KRV, „ermöglichen oft eine Reduktion des Materialverbrauchs.“

Ein weiteres Argument für die Nachhaltigkeit von Kunststoffrohren. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Lösung aktueller Herausforderungen, wie der erfolgreichen Stromableitung bei Windkraftanlagen. „Damit leisten sie einen essentiellen Beitrag zum Gelingen der Energiewende“, erklärt der KRV.

Modernes Produkt
Nicht nur im Windkraftbereich, in der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Haustechnik, Chemie und Offshore-Förderung sind Kunststoffrohre im Einsatz. Auch beispielsweise im Pharmabereich, in der Landwirtschaft – Stichwort Biogasanlagen –, in der Geothermie und im Brunnenbau werden sie verwendet. Kunststoffrohre seien demnach, so der KRV, nicht nur für sich selbst High-Tech-Produkte, sondern verhelfen auch anderen Technologien zu deren Erfolg. „In vielen Anwendungsfeldern zählen sie zu den jüngsten und modernen Produkten.“

Und wie lauten die Trends? Erkennbar ist, dass vermehrt druckbeständigere Kunststoffrohrleitungen eingesetzt werden. „Um dies zu ermöglichen, gibt es unterschiedliche Konzepte: Schichtbau, Einsatz von verstreckten Wickellagen aus demselben Polymer und Einsatz innovativer Copolymere oder Füllstoffe sind dabei wichtige Trends.“ Bei der Verbindungstechnik etablieren sich, so der KRV, neben der herkömmlichen Klebetechnik und dem Laminatverfahren für GFK derzeit die Stumpfschweißverfahren für PVC-U/PVC-C.

Trends
Für die Anwendung von PVC-Rohren in der Bauindustrie des vergleichsweise gesättigten Marktes in Westeuropa sieht das Marktforschungsinstitut Ceresana kaum noch Wachstum. Hier würden eher höherwertige Rohrtypen aus Polyethylen und Polypropylen verstärkt nachgefragt. „Insgesamt werden innerhalb des Kunststoffrohr-Marktes Wachstumsraten wie zur Boomzeit der Bauindustrie vor der Wirtschaftskrise in den Ländern Westeuropas nicht mehr erreicht“, erklärt Ceresana. In Dänemark, Deutschland oder der Schweiz sei noch mit einer „vergleichsweise positiven Entwicklung“ zu rechnen. Für einige südeuropäische Länder sieht das Institut dagegen „kurzfristig keine wesentliche Erholung“.

Erfolgsrezept
Für PVC-Rohre werden allerdings noch höhere Zuwächse in Osteuropa erwartet. Grund sei der hohe Nachholbedarf beim Ausbau der Wasserver- und –entsorgungsnetze, erläutert das Marktforschungsinstitut Ceresana. Bedeutende Wachstumsmärkte seien insbesondere Russland und die Türkei. Die zunehmende Anwendung in verschiedensten Branchen haben Kunststoffrohre also zu einem großen Teil ihrer kontinuierlichen Weiterentwicklung zu verdanken. Schon im Forschungslabor beginnt also die Erfolgsgeschichte. Und ein Ende ist nicht abzusehen.

Info-Box:
Immer in der Weiterentwicklung
Nachdem in England erstmals 1933 die Polymerisation von Ethylen zu Polyethylen (PE) gelang, war in Deutschland ab 1949 die Fertigung der ersten Kunststoffrohre aus so genanntem LDPE vor allem für Trinkwasserhausanschlüsse möglich. Außerdem entstanden weitere Kunststoffe für die Rohrherstellung: das Polypropylen (PP), die Polybuten (PB) und die Harze für die Herstellung von GFK-Rohren. Parallel entwickelten sich Herstellungs-, Verbindungs- und Verlegungstechniken weiter.

Pressekontakt Tube 2014:
Petra Hartmann-Bresgen M.A.
Kathrin Kleophas van den Bongardt
Tel.: +49 (0)211/4560-541
Tel.: +49 (0)211/4560-544
Fax: +49 (0)211/4560-87 541/-87 544
E-Mail: HartmannP(at)messe-duesseldorf(dot)de
E-Mail: KleophasvandenBongardtK(at)messe-duesseldorf(dot)de

Quelle: www.tube.de

 
 
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