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Trends & Hintergründe

6

LABOR 4.0

TEXT & BILD:

MESSE MÜNCHEN GMBH

MESSEGELÄNDE,

81823 MÜNCHEN

V

or dem Hintergrund

der zunehmenden Di-

gitalisierung müssen

im Labor verschiedene

Features und Strukturen neu

überdacht werden.

Wichtige Zukunftstechnologi-

en haben in der Wertschöpfungs-

kette Labor ihren Platz gefunden

und ermöglichen schlankere

Prozesse: Das Labor wird zum

„Future Lab“. Eine wichtige Rol-

le spielt dabei die Informations-

technologie.

Im Labor der Zukunft geht

es längst nicht mehr allein um

die Kompatibilität von Soft-

ware in Hardware, um Automa-

tisierungs- und Auswertever-

fahren, um Datenbeschaffung

und Datenverwaltung oder

LIMS, sondern um die Digi-

talisierung der Prozesse. Der

Beginn dieser neuen Entwick-

lungsphase im Labor erfordert

komplexe ganzheitliche Prob-

lemlösungen. Die Zahl netz-

werkfähiger Laborgeräte mit

sogenannten Smart-Funktio-

nen wird rasant wachsen. Das

Labor 4.0 beginnt Realität zu

werden.

Gerade im wachstumsorien-

tierten Industrielabor geht es

darum, die Wirtschaftlichkeit zu

verbessern, Strukturen zu opti-

mieren, Flexibilitäten zu erhö-

hen, Zeiten für „unnötige“ Dinge

einzusparen, damit sich die La-

bormitarbeiter auf die tatsäch-

liche anspruchsvolle Laborarbeit

konzentrieren können, um das

hohe Qualitätsniveau erfüllen.

Entscheidende Erfolgsfaktoren

werden dabei Sicherheit, hoch-

auflösende Analysengeräte, mo-

dernste Laborausstattung und

eine schnelle Datenverfügbarkeit

sein.

Automatisierte Abläufe:

Das Labor 4.0 steigert die

Produktivität

Voraussetzung für das Labor

4.0 ist die uneingeschränkte

herstellerunabhängige Kommu-

nikationsfähigkeit von Labor-

systemen. Ziel ist es, durch eine

kontinuierliche

Verfügbarkeit

der Daten verschiedene flexible

Zusatzfunktionen bis zu über-

wachten Prüfprozessen zu ge-

währleisten. Intelligente Module

steuern heute schon Klimaanla-

gen, Jalousien, schalten automa-

tisch Laborgeräte an und regeln

verschiedene Abläufe im Labor.

Ein Sicherheitsschrank kann heu-

te schon automatisch das Über-

laufen von Sammelbehältnissen

überwachen und regulieren oder

mit anderen Schrankteilen und

Geräten kommunizieren. Der

Automatisierungsgrad von Chro-

matographiesystemen wird nicht

nur in puncto Laufmittel, Gradi-

enten, Probeaufgabe und Aus-

wertung steigen. Chromatogra-

phieabfälle werden heute schon

automatisch gesammelt. Einge-

baute Kameras in die verschie-

densten Tools der Labortechnik

steuern intelligent die Dinge in

ihrer Umgebung. Zukünftig wer-

den sie auch mit anderen Labor-

geräten kommunizieren.

Das Labor 4.0 steht für eine

neue Epoche im Labor. Beste-

hende Gerätetechnologie muss

zukunftsfähig gemacht werden,

hochverfügbare Datennetzwer-

ke sind zwingend notwendig.

Eine gigantische Datenflut muss

sinnvoll genutzt werden. Eine

schnelle und sichere Übertra-

gung riesiger Datenmengen und

IP-basierte Netzwerke erfordern

auch eine wirtschaftliche Hand-

habung der Daten.

Fazit

Das Labor 4.0-Konzept, Big

Data, Cloud Computing, das In-

ternet der Dinge und das mobile

Internet werden als Next-Gene-

ration-Technologien in Zukunft

eine ganz entscheidende Rolle

zur Sicherung von künftigem

Wachstum spielen.

Weitere Informationen unter:

www.analytica.de

TEXT:

MESSE MÜNCHEN GMBH

MESSEGELÄNDE,

81823 MÜNCHEN

GERMANY

D

ie Digitalisierung

unserer

Gesell-

schaft und der In-

dustrie ist in aller

Munde. Auch auf das Labor

wird sie einen massiven Ein-

fluss nehmen. Wo die Heraus-

forderungen für Hersteller

und Anwender liegen, worin

sich Chancen zeigen und wel-

che aktuellen Lösungen es

für das intelligente Labor be-

reits gibt, erfahren Besucher

auf der analytica vom 10. bis

13. Mai 2016 in München.

Die zunehmende Komplexität

der Laborprozesse erfordert in

Zukunft den Einsatz von in-

tegrierten Automatisierungs-

und Digitalisierungslösungen.

Ziel ist es, manuelle Abläufe

in automatisierte Prozesse zu

transferieren und in bestehen-

de Laborinformationsmanage-

mentsysteme (LIMS) zu integ-

rieren.

Gerade im wachstumsorien-

tierten Industrielabor geht es

aber auch darum, die Effizienz

zu verbessern, Strukturen zu

optimieren und die Flexibilität

zu erhöhen.

Modernste hochauflösende

kommunikationsfähige Analy-

sensysteme, funktionelle Au-

tomatisierungslösungen

zur

Sicherung von Reaktionspa-

rametern und Produktqualität

sowie eine schnelle Datenver-

fügbarkeit und effiziente Da-

tenverwaltung sind dafür die

Voraussetzung.

Konkrete Systemlösungen für

das smarte Labor

Auf der diesjährigen analytica

präsentieren Experten in Theorie

und Praxis entsprechende Tools

sowie Software- und Netzwerklö-

sungen. „Wir werfen in diesem

Jahr einen Blick nach vorne und

zeigen schon jetzt aktuelle Lö-

sungen zum intelligenten Labor“,

betont Susanne Grödl, Projektlei-

terin der analytica. „Die Besucher

der analytica können sich über

neueste zukunftsorientierte In-

novationen informieren: von Ro-

botik über Laborautomatisierung

bis hin zu Big Data Handling.“

Unter anderem wird die Firma

LAUDA Thermostate und Um-

laufkühler mit verschiedenen

Schnittstellen präsentieren. Zum

ersten Mal werden auf der Mes-

se optimierte Thermostate für

Badanwendungen und Umwälz-

thermostate für externe Appli-

kationen gezeigt, bei denen die

Bedieneinheit völlig unabhängig

vom Thermostaten dort platziert

werden kann, wo sie gebraucht

wird. Gemeinsame vielverspre-

chende Wege geht eine neu ins

Leben gerufene Initiative: ne-

xygen® – THE NEXT GENERATION

LAB, ein Zusammenschluss der

deutschen Unternehmen Kötter-

mann, Memmert, Hirschmann,

2mag und Sartorius, stellt auf

der analytica gemeinsam vor,

was sie für das Labor der Zu-

kunft zu bieten hat. Die Mitar-

beiter der Gerätehersteller und

Dienstleister haben sich zusam-

mengeschlossen, um Produkte

mit höchstem Kundennutzen zu

entwickeln. Dazu gehören zum

Beispiel Innovationen, die die

nutzbare Fläche im Labor erhö-

hen: Oberflächen übernehmen

Aufgaben wie Rühren, Heizen,

Kühlen und Wiegen.

Das Ziel:

Vernetzung von Laborprozes-

sen

Mit der Optimierung von La-

borprozessen angelehnt an das

LEAN Management beschäftigt

sich auch das Fraunhofer-Insti-

tut für Produktionstechnik und

Automatisierung IPA. Das For-

scherteam um Andreas Traube,

Abteilungsleiter Laborautoma-

tisierung und Bioproduktions-

technik entwickelte neuartige

Ansätze zur Vernetzung von La-

bor- und Analysenprozessen in

der Wertschöpfungskette von

der Probenlogistik bis zur Do-

kumentation, die auf der ana-

lytica präsentiert werden. Mit

der erfolgreichen Umsetzung

ist es dem Forscherteam bei-

spielhaft gelungen, die Brücke

zwischen den Life Sciences und

der Automatisierungstechnik zu

schlagen. „Wir leben in der Zeit

zunehmend personalisierter Pro-

dukte. Dadurch werden Labore

zur Erforschung und Prüfung von

Produkten in unterschiedlichs-

ten Branchen zu einem wesent-

lichen Faktor in der Produktent-

stehung“, prognostiziert Traube.

„Die Vernetzung der wesentli-

chen Laborelemente wie Labor-

prozesse, Datenanalytik, Geräte

und Bedienpersonal stellt das

zentrale Element zum effizienten

smarten Labor dar. Die technolo-

gischen Grundlagen hierfür sind

vorhanden. Diese Technologien

werden das Labor in den nächs-

ten Jahren massiv beeinflussen

und verändern.“

Integrierte Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen

Das Labor der Zukunft ist Gegenwart auf der analytica in München

Labor 4.0: das smarte Labor der Zukunft

Zukunftsfähige Lösungen der Informationstechnologie im Labor eröffnen für Wissenschaftler und Betreiber

von Laboratorien bisher unbekannte Chancen und Herausforderungen. Die neuesten Technologien werden

in München auf der analytica anwendernah von Experten präsentiert.