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3

PRÄZISIONSWERKZEUGE

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TEXT:

LANDESMESSE STUTTGART GMBH

MESSEPIAZZA 1, 70629 STUTTGART

D

ie deutsche Präzisi-

onswerkzeug-Indus-

trie eilt seit Jahren

von Erfolg zu Erfolg.

Abgesehen vom gesamtwirt-

schaftlichen Dämpfer 2009

kennt sie nur eine Richtung:

aufwärts. Im vergangenen Jahr

legte sie erneut um drei Pro-

zent auf den Rekord-Produk-

tionswert von 9,6 Milliarden

Euro zu. Von der AMB Inter-

nationale Ausstellung für Me-

tallbearbeitung, die vom 13.

bis 17. September in Stuttgart

stattfindet, erwartet sie einen

weiteren Schub und will den

Aufwärtstrend moderat fort-

setzen.

„Wir gehen davon aus, dass die

deutsche Präzisionswerkzeuge-In-

dustrie ihre Produktion insgesamt

um rund vier Prozent steigern

wird", verkündete Lothar Horn,

Vorsitzender des Fachverbands

Präzisionswerkzeuge im VDMA

Verband Deutscher Maschinen-

und Anlagenbau Anfang des Jah-

res. Zur Jahresmitte scheint sich

seine Prognose zu bestätigen. Al-

lerdings verteilt sich das Wachs-

tum sehr unterschiedlich auf die

Teilbranchen. Für die beiden auf

der AMB vertretenen Branchen

Zerspanwerkzeuge und Spann-

zeuge gilt nach wie vor ein mo-

derates Wachstum von etwa zwei

Prozent. Horn begründet das mit

den ebenfalls verhaltenen Erwar-

tungen der wichtigsten Abneh-

merbranchen Automobilindustrie

und Maschinenbau. Allerdings:

Es wäre wiederum ein Produk-

tionsrekord. Trotz zunehmender

Automatisierung: Auch die Zahl

der Mitarbeiter soll im laufenden

Jahr noch einmal steigen.

Fachkräftemangel bremst

Wachstum

Eher haben die Unternehmen

das Problem, dringend benötig-

tes Personal zu gewinnen. Mar-

kus Heseding, Geschäftsführer

des Fachverbands, erklärt: „Die

überwiegende Anzahl unserer

Mitglieder möchte aktuell Per-

sonal aufbauen und findet nicht

genügend Fachkräfte. Zudem

wird es für die Unternehmen

immer schwieriger, ausreichend

junge Menschen auszubilden,

um weiter wachsen zu können.“

Automatisierung soll also kei-

nesfalls dem Personalabbau Vor-

schub leisten, sondern lediglich

den Mangel wenigstens teilwei-

se kompensieren. Um auch in

Zukunft weiterhin international

ganz vorne mitzuspielen, wür-

den die deutschen Hersteller

zudem weiterhin „einen Groß-

teil ihrer Gewinne kontinuierlich

in Forschung und Entwicklung

investieren“. So wollen sie ih-

ren technologischen Vorsprung

erhalten und weiter ausbauen.

„Wir erwarten auch in diesem

Jahr starke Geschäftsimpulse

von dieser Messe.“, so Heseding

abschließend.

AMB-Aussteller

verhalten optimistisch

Verbandsprognosen sind na-

türlich immer nur Durchschnitts-

werte, von denen die konkreten

Zahlen einzelner Hersteller stark

abweichen können. Das bestätigt

eine Umfrage unter AMB-Austel-

lern. Beispiel Hahn+Kolb Werk-

zeuge GmbH (Stand 1A33): Uwe

Schmelzer, Leiter Entwicklung

und Anwendungstechnik Zerspa-

nung, stimmt der verhaltenen

Verbandsprognose zu. Gründe

seien schwächelnde Bereiche

wie die Hüttentechnik oder die

Erdöl- und Erdgasindustrie. Den-

noch blickt er positiv in die nahe

Zukunft: „Der Boom im Auto-

motive-Bereich, beispielsweise

durch neue Modellpaletten spe-

ziell bei den E-Fahrzeugen, wird

in der zweiten Jahreshälfte eine

Verbesserung der Aussichten

bringen.“ Umsatzmäßig wirksam

werde das zwar erst im kommen-

den Jahr, trotzdem strebe sein

Unternehmen schon in diesem

Jahr ein zweistelliges Wachstum

für Zerspanungswerkzeuge an.

Zufrieden ist auch Hans-Jür-

gen Büchner, Geschäftsführer

der Iscar Germany GmbH ( Stand

1E31): „Mit Ausnahme des Erst-

ausrüstungsgeschäfts und der

negativen Entwicklung in der

Öl- und Gasförderindustrie ist

das Umsatzwachstum derzeit

zufriedenstellend.“

Büchner

geht zur Jahresmitte davon aus,

das selbst gesteckte Umsatzziel

zu erreichen. Von einem verhal-

tenen Start im Januar berichtet

Andreas Enzenbach, Leiter Mar-

keting und Corporate Communi-

cations der Mapal Dr. Kress KG

(Stand 1D12). Mittlerweile habe

sich das Jahr wieder positiv

entwickelt, „sodass wir gegen-

über dem Vorjahr momentan ein

Wachstum im einstelligen Be-

reich verzeichnen“.

Regional starke Schwankun-

gen in einem kaum wachsenden

Markt erkennt Komet-Group-

Geschäftsführer Dr. Christof

Bönsch (Stand 1B12): „In China

und auch in den USA sehen wir

eine Abkühlung und auch die

Automotive-Branche als ehema-

liger Wachstumsmotor stottert.“

Er erhofft sich von der AMB be-

lebende Impulse. Eine „etwas

geringere Dynamik“ verzeich-

net ebenfalls Herbert Schmidt,

Geschäftsführer der Walter

Deutschland GmbH (Stand

1G32). Gegenhalten will man

mit „innovativen Neuprodukten

in den nächsten Monaten, um

sich entgegen dem Trend weiter

positiv zu entwickeln“.

Deutlich optimistischer ist da

Dr. Uwe Schleinkofer, Entwick-

lungsleiter Ceratizit-Kompetenz-

marke Cutting Solutions (Stand

2B06): „Wir wachsen kontinuier-

lich und rechnen weiterhin mit

einem stabilen Aufwärtstrend.“

Das mag daran liegen, dass man

sich als Spezialist für schwer

zerspanbare Materialien über-

durchschnittlich gute Chancen

in Wachstumsmärkten wie der

Luftfahrt- und Automobilindus-

trie ausrechnet.

Überdurchschnittlich wachsen

will auch die Paul Horn GmbH

(Stand 1I16). Markus Kannwi-

scher, Leiter Technik und Mit-

glied der Geschäftsleitung: „Auf

der einen Seite arbeiten wir mit

neuen Produkten und intensi-

ver Kundenbetreuung an diesem

Ziel, auf der anderen Seite mit

baulichen, personellen und pro-

zesstechnischen Themen, um

nicht nur kurzfristig, sondern

auch mittel- und langfristig ei-

nen Mehrwert für unsere Kunden

zu ermöglichen.“

Über die AMB

Zur AMB 2016 in Stuttgart

werden vom 13. bis 17. Septem-

ber mehr als 90.000 Fachbesu-

cher und über 1.300 Aussteller

erwartet. Sie zeigen auf rund

105.000 Bruttoquadratmetern

Innovationen und Weiterent-

wicklungen für spanende und

abtragende Werkzeugmaschinen,

Präzisionswerkzeuge, Messtech-

nik und Qualitätssicherung, Ro-

boter, Werkstück- und Werkzeug-

handhabungstechnik, Industrial

Software & Engineering, Bautei-

le, Baugruppen und Zubehör. Un-

terstützt wird die AMB 2016 von

den ideellen Trägerverbänden

VDMA Fachverband Präzisions-

werkzeuge, VDMA Fachverband

Software und Digitalisierung so-

wie VDW Verein Deutscher Werk-

zeugmaschinenfabriken.

Precision tools at

AMB 2016

T

he German precision tool

industry has for many

years been experiencing

one success after an-

other. Apart from the economic

damper in 2009, there has been

only one direction:Upwards. Last

year, the industry again grew by

three per cent to achieve the

record production value of 9.6

billion Euro. From AMB, the in-

ternational exhibition for metal

working, which will take place

from 13 to 17 September in

Stuttgart, they expect another

boost and want to continue

the upward trend at a moderate

pace.

"We assume that the German

precision tool industry will increase

its overall production by around

four per cent," announced Lothar

Horn, President of the Precision

Tools Association in the German

Engineering Federation (VDMA)

at the start of the year. Half-way

through the year, his forecast

seems to be confirmed. However,

the growth is very unevenly spread

over the sub-sectors. For the two

sectors represented at AMB, metal-

cutting tools and chucking tools,

a moderate growth rate of around

two per cent still applies. Horn

explains this with the equally cau-

tious expectations on the part of

the most important client sectors,

the automobile and the mechanical

engineering industries. However,

there would again be a production

record. Despite increasing automa-

tion, the number of employees is

also expected to increase again

during the current year.

Lack of specialised personnel

is a brake on growth

Much rather, the companies'

problem is to find urgently required

personnel. Markus Heseding, Direc-

tor of the Association, explains:

"The overwhelming majority of our

members currently would like to in-

crease their personnel but cannot

find enough specialists. Further-

more, it is increasingly difficult for

companies to train sufficient young

people in order to be able to grow

further." Automation should there-

fore in no way result in a reduction

of personnel, but only compensate

at least in part for the shortage.

Moreover, in order to continue to

play a leading international role

in future too, the German manu-

facturers would still "continually

invest a large portion of their prof-

its in research and development."

In this way, they want to maintain

and further strengthen their tech-

nological lead. "This year too, we

expect to get a strong business

boost from this trade fair," said

Heseding in summary.

AMB exhibitors

cautiously optimistic

Association forecasts are, of

course, always only average values,

from which the specific figures for

individual manufacturers can dif-

fer significantly. This is confirmed

by a survey of AMB exhibitors.

The example of Hahn+Kolb

Werkzeuge GmbH (Stand 1A33):

Uwe Schmelzer, Head of Metal

Cutting Development and Applica-

tion Technology, agrees with the

association's cautious forecast.

The reasons are ailing business

areas such as metallurgy or the

oil and gas industry. Neverthe-

less, he looks positively to the

near future: "The boom in the

automotive industry, for example

due to new model ranges in par-

ticular of electric cars, will result

in an improvement in prospects in

the second half of the year."

Although this will not have an

effect on turnover until next year,

his company is still aiming for

double-digit growth for metal-cut-

ting tools already this year. Hans-

Jürgen Büchner, Managing Director

of Iscar Germany GmbH (Stand

1E31), is also satisfied: "With the

exception of the original equipment

business and the negative develop-

ment in the oil and gas extraction

industry, growth in turnover is cur-

rently satisfactory." At mid-year,

Büchner assumes that the stated

turnover target will be met. Andre-

as Enzenbach, Head of Marketing

and Corporate Communications at

Mapal Dr. Kress KG (Stand 1D12),

reports a sluggish start in January.

Meanwhile, the year has developed

positively "so that we can currently

record single-digit growth com-

pared with the previous year."

Significant regional fluctua-

tions in a barely growing mar-

ket are noted by the Managing

Director of the Komet Group Dr.

Christof Bönsch (Stand 1B12):

"In China and also in the USA,

we can see a cooling off, and

even the automotive sector, the

former engine for growth, is stut-

tering." He hopes to gain vitalis-

ing impetus from AMB. "Slightly

less dynamic" is also how Herbert

Schmidt, Managing Director of

Walter Deutschland GmbH (Stand

1G32) describes the situation.

The company wants to counter

with "innovative new products

in the coming months in order

to continue to develop positively

against the trend."

In this respect, Dr. Uwe

Schleinkofer, Head of Develop-

ment for the Ceratizit competence

brand Cutting Solutions (Stand

2B06), is clearly more optimis-

tic: "We are continually growing

and still expect a stable upward

trend." The reason for this may

be that, as a specialist for hard-

to-machine materials, they can

anticipate better-than-average

opportunities in growth markets

such as the aerospace and au-

tomobile industries. Paul Horn

GmbH (Stand 1I16) also wants

to achieve above-average growth.

Markus Kannwischer, Head of

Technology and Member of the Ex-

ecutive Management: "On the one

hand, we are working with new

products and intensive customer

support towards this objective,

and on the other hand with con-

structional, personnel and proce-

dural themes in order to ensure

added value for our customers not

only in the short term, but also in

the medium and long term."

About AMB

More than 90,000 visitors

and over 1,300 exhibitors are

expected at AMB 2016 in Stutt-

gart, which takes place from 13

to 17 September. On approxi-

mately 105,000 square metres

of exhibition space, the exhibi-

tors showcase innovations and

further developments for metal-

cutting machine tools, precision

tools, measurement technology

and quality assurance, robots,

workpiece and tool handling

technology, industrial software &

engineering, components, assem-

blies and accessories. AMB 2016

is backed by the professional and

conceptual sponsors, the VDMA

Precision Tools Association, the

VDMA Software and Digitalization

Association and the Association

of German Machine Tool Manufac-

turers (VDW).

13. bis 17. September in Stuttgart

Präzisionswerkzeuge auf der AMB 2016

Hersteller erwarten von AMB zusätzlichen Schub und rechnen mit neuem Produktionsrekord