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Hannover Messe + CeMAT 2018: IAMD – Intelligenz in den Antrieb gebracht

By März 6, 2018Januar 11th, 2019HANNOVER MESSE

06.03.2018

IAMD – Intelligenz in den Antrieb gebracht

Auf der Sonderschau „Smart Power Transmission and Fluid Power Solutions“ in der Halle 23 der HANNOVER MESSE 2018 belegen die Demonstratoren der Firmen Aventics, Bosch Rexroth, Schaeffler, Bucher Hydraulik, Linde Hydraulics, Moog und Argo Hytos, dass nicht nur Industrie 4.0, sondern auch die kontinuierliche Weiterentwicklung vorhandener Systeme zu intelligenten Lösungen führt.

Auf der Sonderschau „Smart Power Transmission and Fluid Power Solutions“ in der Halle 23 der HANNOVER MESSE 2018 belegen die Demonstratoren der Firmen Aventics , Bosch Rexroth , Schaeffler , Bucher Hydraulik , Linde Hydraulics , Moog und Argo Hytos , dass nicht nur Industrie 4.0, sondern auch die kontinuierliche Weiterentwicklung vorhandener Systeme zu intelligenten Lösungen führt.

Wie das in der Praxis aussieht, beschreibt Peter Michael Synek, stellvertretender Geschäftsführer im VDMA-Fachverband Fluidtechnik , der die Sonderschau gemeinsam mit der Deutschen Messe organisiert: „Hersteller hydraulischer und pneumatischer Komponenten und Systeme realisieren heute vielfach dezentrale Antriebslösungen mit integrierter Intelligenz. Hydromotoren und -pumpen kommunizieren dabei mit Ventilen und Zylindern und tauschen Daten mit übergeordneten Steuerungen aus. Proportionalhydraulik und Servopneumatik sind beste Beispiele dafür.“

Damit bleiben diese altbewährten Grundtechnologien wettbewerbsfähig. In der Automatisierungstechnik schätzen Maschinenbauer und -anwender die hohe Flexibilität und den einfachen Aufbau pneumatischer Antriebssysteme. Bei mobilen Antrieben und Verarbeitungsmaschinen mit hoher Leistung kann die Hydraulik ihre Vorteile wie hohe Leistungsdichte, Robustheit, Überlastsicherheit und kompakte Abmessungen ausspielen. Nun kommen durch die Kombination mit Elektronik und IT neue Funktionen und Eigenschaften hinzu – zum Beispiel verbesserte Energieeffizienz, höhere Verfügbarkeit, schnellere Inbetriebnahme und bedarfsgerechte Wartung.

Das demonstriert Bucher Hydraulics mit einem neuartigen Antriebskonzept, das die Vorteile der elektrischen Antriebstechnik und der Hydraulik kombiniert. Der „elektrifizierte“ Hydraulikantrieb ist vierquadrantenfähig, arbeitet energieeffizient, kann Senk- und Bremsenergie rekuperieren und lässt sich als dezentrales Subsystem nach dem „Plug & Run“-Prinzip implementieren. Bucher zielt damit auf Anwendungen in stationären Maschinen und Flurförderzeugen.

Ebenfalls für Gabelstapler eignet sich der „Shift in Motion“-Antrieb, den Linde Hydraulics als Beispiel für intelligente Fluidtechnik vorstellt. Das System ermöglicht ein automatisiertes, ruckfreies Schalten während der Fahrt ohne kostenintensives Synchronisiergetriebe. Das erhöht nicht nur den Fahrkomfort der mobilen Arbeitsmaschine, sondern spart auch Kraftstoff und vermindert Geräuschemissionen. Verstellpumpe, Verstellmotor und Aktuator sind über die iCon-Steuerung verbunden. Auch hier bringt also die Elektronik die Intelligenz ins System.

Beim Exponat von Bosch Rexroth sind Hydraulikkomponenten mit einem Frequenzumrichter, Motor, Pumpe und Sensorik zu einem schaltschranklosen und sehr kompakten Aggregat verknüpft. Das für Werkzeugmaschinen entwickelte CytroPac-Aggregat vereinfacht als „Plug & Run“-Lösung die Inbetriebnahme und verringert durch die bedarfsgerechte Drehzahlregelung den Energiebedarf um bis zu 80 Prozent. Gleichzeitig erfasst das dezentral intelligente Aggregat alle Betriebszustände wie Druck, Temperatur und Verschmutzung und liefert sie an die Maschinensteuerung. Damit wird ein kontinuierliches Condition Monitoring im Sinne der vorbeugenden Instandhaltung realisiert.

Das Hydraulikaggregat deckt den Leistungsbereich bis 4 kW und Volumenströme bis 35 l/min ab. Als dezentrale intelligente Baugruppe kommuniziert es über gängige Echtzeit-Ethernet-Schnittstellen (Sercos, Profinet, Ethercat) mit der Maschinensteuerung. Ein geräuscharmer Betrieb wird durch das gut schallisolierte Gehäuse sichergestellt.

Die Pneumatik ist auf der Sonderschau mit dem „Smart Pneumatics Monitor“ (SPM) von Aventics vertreten. Das System nutzt die Pneumatikventile als Indikatoren für den „Gesundheitszustand“ der gesamten Maschine. Es erfasst diverse Parameter, analysiert die Daten und zielt mit der Bereitstellung von aufgearbeiteten Informationen auf die zustandsorientierte Instandhaltung ab. So spart der Anwender Kosten und profitiert von hoher Verfügbarkeit seiner automatisierten Anlagen.

Mit diesen und weiteren Exponaten und Demonstratoren gibt die Sonderschau „Intelligente Antriebstechnik und Fluidtechnik“ dem Besucher der IAMD einen konzentrierten Überblick über die Vorteile von hochintegrierten Antriebssystemen. Diese Vorteile gelten gleichermaßen für die elektrische, mechanische, hydraulische und pneumatische Antriebstechnik. Im Zusammenwirken dieser bewährten Technologien mit Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik, Diagnostik sowie Informationstechnik lassen sich Antriebslösungen realisieren, die in ihrem Aufgabenfeld „Best in Class“ sind. Darüber hinaus werden so – im Sinne von Industrie 4.0 – vernetzte und selbstregulierende Antriebssysteme möglich, die sich vollständig in die Digitalisierungskonzepte der Maschinenhersteller und Betreiber integrieren lassen. Beispiele dafür wird der Messebesucher nicht nur auf der Sonderschau, sondern auch auf zahlreichen Ständen der führenden Hersteller von Antriebskomponenten und -systemen finden.

Bild & Text: hannovermesse.de